Archivierter Artikel vom 29.07.2011, 22:28 Uhr

Gladbach nimmt Pokalhürde in Regensburg

Regensburg (dpa). Borussia Mönchengladbach hat sich im Pokal keine Blöße gegeben. Der Fußball-Bundesligist siegte am Freitagabend beim Drittligisten Jahn Regensburg mit 3:1 (2:1), machte sich das Leben nach einer frühen 2:0-Führung aber unnötig schwer.

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SSV Jahn Regensburg – Borussia Mönchengladbach
Der Gladbacher Igor de Camargo (m) jubelt mit seinen Teamkameraden über den 3:1-Sieg.
Foto: DPA

Martin Stranzl (14. Minute) Marco Reus (22.) und Igor de Camargo (75.) erzielten die Tore für den dreimaligen DFB-Pokalsieger. Für den kampfstarken Gastgeber war vor 11 800 Zuschauern im ausverkauften Jahn-Stadion Tobias Schweinsteiger (30.) per Foulelfmeter zum 1:2 erfolgreich.

«Wenn wir einen Glanztag erwischen und der Gegner uns unterschätzt, ist eine Überraschung möglich», lautete die Hoffnung von Regensburgs Trainer Markus Weinzierl vor dem Anpfiff. Beides trat nicht ein. Die Gladbacher Profis agierten insbesondere in der Anfangsphase konzentriert und in der Vorwärtsbewegung zielstrebig.

Schon nach 22 Spielminuten stand es 0:2: Zunächst verlängerte Abwehrspieler Stranzl einen Eckball von Reus mit dem Kopf ins kurze Eck. Nur acht Minuten später tankte sich der agile Reus entschlossen im Strafraum durch und schoss den Ball flach mit links ins Tor.

Danach wurden die Gladbacher jedoch ein Opfer ihrer von Anfang an recht sorglosen Defensivarbeit. Torhüter Marc-André ter Stegen holte den anstürmenden Michael Klauss an der Strafraumgrenze von den Beinen und hatte Glück, dass er nur die Gelbe Karte sah. Den Foulelfmeter verwandelte Tobias Schweinsteiger (29), der ältere Bruder des Bayern-Nationalspielers Bastian Schweinsteiger, nervenstark flach ins rechte Eck. Kurz darauf scheiterte Reus freistehend am routinierten Jahn-Keeper Michael Hofmann – die Partie blieb damit spannend.

Gladbach enttäuschte nach der Pause, aber den Regensburger fehlten die spielerischen Mittel, um den Favoriten ernsthaft ins Wanken zu bringen. Das Spiel entschied de Carmago mit einem feinen Heber. Eine Woche vor dem Bundesliga-Start beim FC Bayern München stimmte am Ende auf Gladbacher Seite immerhin das Ergebnis.