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Magdeburg

German Open: Jubel um vier Deutsche im Halbfinale

dpa

Top-Star Dimitrij Ovtcharov ist am Finaltag der German Open in Magdeburg nicht der einzige deutsche Hoffnungsträger.

Han Ying
Die deutsche Abwehrspezialistin steht im Halbfinale der German Open.
Foto: Ole Spata – DPA

Neben dem Europameister qualifizierte sich Publikumsliebling und Chinesen-Schreck Steffen Mengel als zweiter Vertreter des Deutschen Tischtennis-Bundes (DTTB) für das Halbfinale im Herren-Einzel. Zudem kämpfen im Damen-Einzel die deutschen Team-Europameisterinnen Shan Xiaona und Han Ying an diesem Sonntag im direkten Duell um den Einzug ins Finale.

«Den Elan von Steffen würde ich gerne mitnehmen. Ich hätte nichts dagegen, gegen ihn im Finale zu spielen», lobte Ovtcharov seinen Nationalmannschafts-Kollegen. Der lange Schlaks vom Bundesligisten Frickenhausen verwandelte mit seinem sensationellen 4:3-Sieg über den Top-Favoriten und achtmaligen Weltmeister Wang Hao aus China die Halle in ein Tollhaus. «Es war Wahnsinn», sagte Mengel, der nicht im Traum an ein Weiterkommen gedacht hatte. «Jetzt habe ich kein Trikot mehr», scherzte der deutsche Meister von 2013.

Nach einem glatten 4:0 gegen den Südkoreaner Eonrae Cho fordert die Nummer 100 der Weltrangliste nun den Japaner Jun Mizutani im Halbfinale heraus. Ovtcharov muss als letzte Hürde vor dem Endspiel den Portugiesen Tiago Apolonia aus dem Weg räumen. Der formstarke Olympia-Dritte, hinter Wang Hao an Position zwei gesetzt, revanchierte sich mit einem 4:1 gegen den Düsseldorfer Patrick Baum für das bittere Aus gegen seinen Kumpel bei der WM 2013 in Paris.

«Ich bin sehr zufrieden, die Niederlage hatte ich schon im Hinterkopf», bekannte Ovtcharov. In seinem zweiten Samstag-Match bezwang er den Japaner Seiya Kishikawa mit 4:1. Bundestrainer Jörg Roßkopf lobte vor allem Mengel, den er nicht für die Team-WM Ende August in Tokio nominiert hat: «Kompliment, Steffen ist ein Spieler von Format.»

Auch Damen-Bundestrainerin Jie Schöpp durfte zufrieden sein. Vor allem Abwehrspezialistin Han Ying imponierte. Die EM-Dritte, die ihr Geld beim polnischen Club Tarnobrzeg verdient, bezwang die schwedische Europameisterin Li Fen glatt mit 4:0 und ist bisher bei dem mit 100 000 Euro dotierten Turnier ohne Satzverlust. «Ich habe in jedem Satz gekämpft, deshalb habe ich alle Sätze bisher gewonnen», erklärte die gebürtige Chinesin ihr Erfolgsrezept.

Die deutsche Meisterin Shan Xiaona schaltete auf dem Weg in die Vorschlussrunde hintereinander ihre Berliner Clubkollegin Irene Ivancan (4:3) und Georgina Pota (Ungarn/4:1) aus. Das zweite Halbfinale bestreitet Hyowon Seo aus Südkorea gegen Sofia Polcanova aus Österreich. Im Doppel belegte das Berliner Vereinsduo Shan Xiaona/Kristin Silbereisen nach einer Niederlage im Halbfinale den dritten Platz.

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