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    KielGericht: Kündigung von Trainer Götz rechtens

    Das Kieler Arbeitsgericht hat die fristlose Kündigung von Trainer Falko Götz beim Fußball-Drittligisten Holstein Kiel bestätigt.

    Das Gericht sah es als erwiesen an, dass Götz nach dem verlorenen Spiel bei Eintracht Braunschweig am 8. August 2009 den Spieler Marco Stier in der Mannschaftskabine beschimpfte und dreimal heftig gegen die Stirn schlug. Götz habe damit «eine grobe Verletzung seiner arbeitsvertraglichen Pflichten» begangen, befand Richterin Sabine Göldner-Dahmke und wies die Klage des Fußballlehrers gegen den fristlosen Rauswurf ab. Götz muss die Verfahrenskosten tragen. Der Streitwert wurde vom Gericht auf 80 000 Euro festgelegt.

    Es gehe nicht an, dass ein Trainer, der eine Vorbildfunktion habe, Spieler angreife, sagte die Richterin. Zuvor hatten Marko Stier und fünf weitere Spieler den Vorfall in der Kabine bestätigt. Die Vereinsführung hatte davon erst in einem Gespräch mit den Spielern am 16. September 2009 erfahren und Götz daraufhin am 18. September fristlos entlassen.

    Eine gütliche Einigung war vor dem DFB und dem Arbeitsgericht gescheitert, weil Götz von seinem Verein eine hohe Abfindung verlangt haben soll. Die Rede ist von einer Million Euro. KSV-Anwältin Gaby Krämmer sprach vor Gericht von einem «schwerwiegenden Verstoß» des Trainers und erklärte, es sei für einen Arbeitgeber untragbar, dass ein Vorgesetzter einen Untergebenen schlage. Dies sei immer ein Kündigungsgrund.

    Stier und seine Mitspieler Peter Schyrrba, Michael Holt, Tim Wulff, Alexander Nouri und Mannschaftskapitän Sven Boy hatten den Vorfall vor Gericht als total schockierend und einem Trainer absolut unwürdig beschrieben. Götz sei auf Stier los, habe ihn wegen dessen Verhalten beim verlorenen Spiel Egoismus und Leichtfertigkeit vorgeworfen, ihn mit den Worten «Das muss man Dir aus dem Schädel hämmern» angeschrien und dreimal mit dem Handballen heftig gegen seine Stirn geschlagen. Er habe in seiner Spielerlaufbahn noch nie einen derartigen Übergriff eines Trainers erlebt, sagte Boy. Die Spieler hätten persönliche Sanktionen des Trainers befürchtet.

    Götz, der einst Hertha BSC Berlin in der Bundesliga betreute, räumte den Vorfall ein, bestritt aber eine Körperverletzung. Der Trainer, der im Dezember 2008 verpflichtet worden war, hatte ursprünglich einen hoch dotierten Vertrag mit Laufzeit bis zum 30. Juni 2012 plus Option auf ein weiteres Jahr erhalten.

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