Archivierter Artikel vom 06.11.2011, 18:20 Uhr

Geoffrey Mutai läuft Streckenrekord in New York

New York (dpa). Der schnellste Marathon-Mann der Welt hat nun auch die größte Marathon-Bühne erobert. Knapp sieben Monate nach seinem fulminanten Sieg in Boston pulverisierte Geoffrey Mutai auch den Streckenrekord in New York.

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Streckenrekord
Geoffrey Mutai lief Streckenrekord in New York.
Foto: Justin Lane – DPA
Podium
Der Kenianer Geoffrey Mutai (M) siegte vor seinem Landsmann Emmanuel Mutai (l) und Tsegeye Kebede aus Äthiopien.
Foto: Justin Lane – DPA

In 2:05:06 Stunden lief der 30 Jahre alte Kenianer mit überlegenem Vorsprung in den Central Park und blieb dabei 2:37 Minuten unter der zehn Jahre alten Bestmarke des Äthiopiers Tesfaye Jifar. Bei den Frauen feierten Firehiwot Dado und Bizunesh Deba einen äthiopischen Doppelerfolg.

Prämien
Der Sieger durfte sich über 130 000 Dollar Preisgeld plus 70 000 Dollar für den Streckenrekord freuen.
Foto: Justin Lane – DPA

«Ich hätte nicht gedacht, dass ich neuen Rekord laufen würde, habe erst auf den letzten Kilometern das Tempo verschärft», sagte Mutai. Für seinen Sieg bekam er 130 000 Dollar Preisgeld und strich zudem 70 000 Dollar für den Streckenrekord ein. Mutai hatte bereits am 18. April den Klassiker in Boston gewonnen und war in 2:03:02 Stunden die schnellste Zeit der Marathon-Geschichte gelaufen. Aufgrund des leicht abfallenden Streckenprofils wird diese Marek jedoch nicht als Weltrekord gewertet.

Siegerin
Firehiwot Dado war in New York die schnellste Frau.
Foto: Justin Lane – DPA

Emmanuel Mutai passierte nach 2:06:28 Stunden als Zweiter die Ziellinie in Manhattan und sicherte sich den Gesamtsieg der World Marathon Majors-Laufserie 2010/11 sowie 500 000 Dollar Preisgeld. Auf Rang drei kam Tsegeye Kebede aus Äthiopien in 2:07:14 Stunden. Da beide ebenfalls unter der alten New Yorker Bestmarke blieben, bekamen auch sie jeweils 70 000 Dollar Preisgeld.

Doppelerfolg
Die Äthiopierinnen Firehiwot Dado (l) und Bizunesh Deba feiern ihren Doppelerfolg.
Foto: Justin Lane – DPA

Im Frauenrennen jubelten Dado (2:23:15) und Deba (2:23:19). Das Duo zog auf den letzten Kilometern an der bis dahin dominierenden Kenianerin Mary Keitany vorbei, die Dritte wurde (2:23:39). Die London-Siegerin hatte von Beginn an das Tempo bestimmt und nach 24 Kilometern einen Vorsprung von 2:23 Minuten herausgelaufen. Lange lag sie unter dem acht Jahre alten Rekord ihrer Landsfrau Margaret Okayo, ehe sie einbrach und ihre Kontrahentinnen ziehen lassen musste.

Menschenmassen
Im Zielbereich des 42. New York Marathons herrscht Hochbetrieb. 47 107 Menschen hatten gemeldet.
Foto: Justin Lane – DPA

«Ich hätte nicht gedacht, dass wir Mary noch einholen», meinte Dado. «Aber als wir sie wenige Kilometer vor dem Ziel sahen, habe ich zu Bizunesh gesagt, die holen wir uns noch. Wir beide haben super zusammengearbeitet», meinte die Siegerin.

Insgesamt starteten 47 107 Läuferinnen und Läufer bei der 42. Auflage des Langstrecken-Events in New York. Nach Angaben der Veranstalter war dies das weltweit größte Feld der Marathon-Geschichte.