Archivierter Artikel vom 17.04.2020, 15:30 Uhr

Stichprobe

Geld im Laden aufs Konto einzahlen ist teuer

Im Supermarkt noch Bargeld abheben, das ist schon häufig möglich. Und andersherum? Ein paar Einzelhändler bieten mittlerweile auch Einzahlungen aufs Konto an – aber das ist oft recht teuer.

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Eine Kassiererin gibt Bargeld aus
Im Supermarkt schnell noch Geld abheben – das ist mittlerweile in vielen Läden bequem möglich.
Foto: Benjamin Nolte/dpa-tmn

Düsseldorf (dpa/tmn) – Manche Geldgeschäfte lassen sich auch in Supermärkten und Drogerien erledigen. Nach einer Stichprobe der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen bieten einige Einzelhändler nicht nur die Möglichkeit, Bargeld abzuheben. In manchen Geschäften sind auch Einzahlungen auf das eigene Konto möglich.

Abheben meist kein Problem

Unter die Lupe genommen wurden die Angebote von drei Drogerieketten (dm, Rossmann und Müller) sowie sieben Discounter- und Supermarktketten (Aldi Nord, Aldi Süd, Lidl, Rewe, Edeka, Netto und Kaufland). Ergebnis: Bei sieben der zehn Handelsketten klappt das kostenlose Abheben bis 200 Euro problemlos. Bedingung ist meist ein Einkaufswert von mindestens fünf bis zehn Euro.

Nur Aldi Nord bietet die Möglichkeit den Angaben zufolge derzeit nicht. Bei Edeka ist der Service nicht in jeder Filiale möglich.

Bei Rossmann lässt sich laut Verbraucherzentrale nur Geld abheben, wenn die Kundenbank mit dem Zahlungsdienstleister Barzahlen.de kooperiert. Dieser zählt bisher rund ein Dutzend Geldinstitute zu seinen Partnern, darunter fünf Sparda-Banken, eine Sparkasse, die DKB, die Fidor Bank sowie kleinere Direktbanken.

Einzahlungen nur vereinzelt möglich

Einzahlungen auf das eigene Konto funktionieren der Umfrage zufolge nur bei drei der betrachteten Händler: Rewe, dm und Rossmann. Hier sind Einzahlungen bis zu einem Tageslimit von 999,99 Euro möglich. Voraussetzung ist aber auch hier ein Konto bei einer der wenigen Banken, die zu den Partnern des Zahlungsdienstleisters gehören.

In welcher Höhe dabei Gebühren anfallen, hängt von den Konditionen der Bank ab. Ein Institut hat beispielsweise eine Freigrenze von 100 Euro für Einzahlungen, verlangt danach aber 1,75 Prozent der Summe als Gebühr. Ein anderes Institut verlangt generell eine Gebühr von 1,5 Prozent. Bei einer Einzahlung des Maximalbetrags von 999,99 Euro können damit fast 15 Euro Gebühren fällig werden.

Mitteilung der Verbraucherzentrale NRW