Archivierter Artikel vom 09.08.2010, 10:18 Uhr

«Gebäude-Energietechnik»: Heizkosten senken lernen

Zittau/Görlitz (dpa/tmn) – Energie schont das Klima und den Geldbeutel. Kein Wunder, dass Experten für Energiefragen beim Planen, Bauen und Betreiben von Bürokomplexen oder Wohnhäusern zunehmend gefragt sind. Diese werden im Fach «Gebäude-Energietechnik» ausgebildet.

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Ein «Gebäude-Energietechniker» lernt, wie sich bei Neubauten oder modernisierten Gebäuden Kosten für Heizung und Strom einsparen lassen. Denn die sind immer noch erstaunlich hoch. «Etwa 40 Prozent des gesamten Energieverbrauchs in Deutschland entfallen auf Gebäude», erklärt Prof. Jörn Krimmling von der Fachhochschule Zittau/Görlitz, die ab dem kommenden Herbst einen entsprechenden Studiengang anbieten wird. «Wenn man den Bau dazuzählt, sind es sogar 50 Prozent.»

Studenten sollen zum einen lernen, wie sich zum Beispiel die Klimaanlage eines Gebäudes so planen lässt, dass sie wenig Strom verbraucht. Zusätzlich müssten sich Absolventen aber auch um den Betrieb in der Praxis kümmern. «Es geht also auch um die Frage: Wie stelle ich die Anlage so ein, dass die sparsam läuft?», erläutert Krimmling.

Im Studium werden Bau- und Werkstoffe durchgenommen. Das ist wichtig für die Frage, wie sich Gebäude am besten dämmen lassen. Daneben stehen Fächer wie Heizungs- und Klimatechnik auf dem Lehrplan. Außerdem beschäftigen sich die Studenten mit erneuerbaren Energien wie der Solartechnik.

Arbeit für Absolventen gibt es in Planungs- und Ingenieurbüros. Jobs bieten außerdem Bauunternehmer und Energieversorger. Und auch Wohnungsgesellschaften und Firmen im Bereich des Gebäudemanagements haben Bedarf. Ähnliche Studienangebote wie in Zittau gibt es in Bremerhaven, Köln, Berlin, Erfurt, Esslingen, Rosenheim, Steinfurt und Wolfenbüttel. Unter der Bezeichnung «Gebäudemanagement» werden verwandte Studiengänge angeboten.

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