Archivierter Artikel vom 11.03.2011, 15:22 Uhr

GDL: Keine Lokführer-Streiks bis Dienstag

Frankfurt/Main (dpa). Bahnfahrer können aufatmen – zumindest vorübergehend. Bis Dienstag wollen die Lokführer nicht streiken. Die Gewerkschaft GDL fordert von der Bahn und ihren Konkurrenten bis dahin ein neues Tarifangebot. Bleibt das aus, droht die nächste Streikwelle.

Bis Dienstag kein Ausstand
Foto: DPA

Bahnreisende und Pendler können vorerst aufatmen: Die Lokführer setzen ihre Streiks bis einschließlich Dienstag (15.3.) aus. Das teilte die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) am Freitag in Frankfurt mit. Bis dahin hätten die Arbeitgeber Zeit, der GDL ein verhandlungsfähiges Angebot vorzulegen, erklärte die Gewerkschaft. «Wenn uns bis Dienstag Mitternacht kein Angebot vorliegt, behalten wir uns weitere Arbeitskampfmaßnahmen vor», sagte ein GDL-Sprecher. Von einem «Ultimatum» wollte er aber nicht sprechen.

Die GDL will einheitliche Tarifstandards für etwa 26 000 Lokführer im Nah-, Fern- und Güterverkehr durchsetzen – egal, bei welchem Betreiber sie arbeiten. Die Mitglieder der Gewerkschaft hatten sich mit großer Mehrheit für einen unbefristeten Arbeitskampf ausgesprochen. Am Mittwoch und Donnerstag hatte ein Streik im Güter- und Personenverkehr den Verkehr auf der Schiene zeitweise lahmgelegt.

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