Moskau

Gazprom lehnt Sponsoring von Olympia 2014 ab

Der finanziell angeschlagene weltgrößte Gaskonzern Gazprom will nun doch kein Sponsor der Olympischen Winterspiele 2014 im russischen Schwarzmeerkurort Sotschi werden.

Das Unternehmen nehme Abstand von seinen früheren Sponsoren-Plänen, berichtete die Moskauer Wirtschaftszeitung «Wedomosti» am Montag unter Berufung auf den Konzern. «Wir sind bereits an mehreren Großprojekten in Sotschi beteiligt und betrachten dies als unseren Beitrag», sagte ein Gazprom-Sprecher. Beobachter sehen dagegen als Grund den Geldmangel beim größten russischen Energiekonzern, der auch Sponsor von Fußball- Bundesligist Schalke 04 ist.

Das Organisationskomitee der Spiele hat nach Angaben von «Wedomosti» bereits Verträge mit mehreren Sponsoren geschlossen, darunter auch dem deutschen Autokonzern VW. Dabei sei eine Rekordsumme für Winterspiele von rund 1 Milliarde US-Dollar (694,5 Mio Euro) zusammengekommen.

Unter den Sponsoren sind der Ölkonzern Rosneft, Russlands größtes Geldhaus Sberbank, das Flugunternehmen Aeroflot und der Telekomkonzern Rostelekom sowie Coca-Cola, Samsung, Panasonic und Visa.