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London

Gay läuft Superzeit – Stahl und Obergföll besiegt

dpa

Tyson Gay ist nicht mehr zu halten, die deutschen Speerwerferinnen haben ihre EM-Form dagegen nicht bestätigt: Eine Woche nach seinem Sieg gegen Usain Bolt hat der Amerikaner über 100 Meter eine Weltjahresbestzeit beim Diamond-League-Meeting der Leichtathleten in London aufgestellt.

Lässig
Tyson Gay (l) trudelt in London durch das Ziel.

Beim Diamond-League-Meeting der Leichtathleten in London siegte Gay in 9,78 Sekunden vor dem Jamaikaner Yohan Blake (9,89) und Richard Thompson aus Trinidad-Tobago (10,05). Nach dem vorzeitigen Saison-Aus von Superstar Bolt und der Verletzung von Ex-Weltrekordler Asafa Powell (beide Rücken-Probleme) ist der Weltmeister von 2007 zurzeit fast konkurrenzlos über 100 Meter.

Europameisterin Linda Stahl und Silbermedaillen-Gewinnerin Christina Obergföll haben unterdessen bei der EM-Revanche der Tschechin Barbora Spotakova nur die Plätze drei und vier belegt. Mit lediglich einem gültigen Versuch über 63,50 Meter gewann die Olympiasiegerin vor Kara Patterson aus den USA (63,41). In Barcelona hatte Spotakova hinter den deutschen Werferinnen nur Bronze geholt. Diesmal war sie für Stahl (Leverkusen/59,60) und Obergföll (Offenburg/58,45) zu stark.

Diskuswerferin Nadine Müller (Halle) wurde auch in London nur Fünfte. Die 24-Jährige blieb mit 59,09 Metern wie schon bei der EM über acht Meter unter ihrer Weltjahresbestleistung. Die in diesem Jahr überragende Kubanerin Yarelis Barrios (65,62) feierte bei ihrem sechsten Wettkampf in dieser Saison den sechsten Sieg. Die 27-Jährige gewann vor Europameisterin Sandra Perkovic aus Kroatien (63,30).

Die Kanadierin Priscilla Lopes-Schliep stellte über 100 Meter Hürden die andere Weltjahresbestleistung des Meetings aus. In 12,52 Sekunden gewann die Vize-Weltmeisterin vor der Australierin Sally Pearson (12,61) und Lolo Jones aus den USA (12,66). Gefeiert wurde auch Dreisprung-Veteran Christian Olsson: Der immer wieder von Verletzungen zurückgeworfene Olympiasieger von 2004 siegte mit 17,41 Metern vor dem Weltjahresbesten Teddy Tamgho aus Frankreich (17,27). Welt- und Europameister Phillips Idowu (Großbritannien) enttäuschte bei seinem Heimspiel und wurde nur Sechster (16,54).

Die größte Überraschung des Abends war das frühe Aus der beiden Stabhochsprung-Stars Steve Hooker und Renaud Lavillenie. Sowohl der australische Olympiasieger als auch der Europameister aus Frankreich scheiterte je dreimal an seiner Einstiegshöhe von 5,51 Metern. Dem Polen Lukasz Michalski reichten so 5,71 Meter zum Sieg. Lavillenie hatte zuvor jeden seiner sieben Wettkämpfe gewonnen in dieser Saison.

Blanka Vlasic (Kroatien) und Bershawn Jackson (USA) setzten dafür ihre Siegesserien fort. Hochspringerin Vlasic siegte mit 2,01 Metern überlegen vor der Spanierin Ruth Beitia (1,91). Ihre stärkste Rivalin Chaunte Lowe (USA) wurde nur Sechste (1,85). Jackson gewann über 400 Meter Hürden sein viertes Diamond-League-Rennen nacheinander.

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