Archivierter Artikel vom 30.03.2011, 19:40 Uhr

Garmischer Olympia-Bürgerentscheid am 8. Mai

Garmisch-Partenkirchen (dpa) – Die Bewohner von Garmisch-Partenkirchen sind am 8. Mai zu einem Bürgerentscheid für oder gegen die Olympischen Winterspiele 2018 in ihrer Gemeinde aufgerufen. Den Termin legte der Gemeinderat fest. Damit kommt es doch noch zu einer Befragung der Bürger.

Die Mehrheit im Garmischer Gemeinderat hatte dies bisher stets abgelehnt. Das Internationale Olympische Komitee (IOC) entscheidet am 6. Juli im südafrikanischen Durban über den Winterspielort 2018. München konkurriert mit Garmisch-Partenkirchen gegen die Mitbewerber Annecy (Frankreich) und Pyeongchang (Südkorea).

Zwei Bürgerinitiativen übergaben bereits vor knapp zwei Wochen jeweils rund 2500 Unterschriften für beziehungsweise gegen die Austragung der Spiele in ihrem Ort. Die beiden Bürgerbegehren waren Voraussetzung für den Bürgerentscheid. In seiner Sitzung segnete der Gemeinderat am 30. März die Fragestellung der beiden gegnerischen Parteien ab. Auch eine Stichfrage für den Fall, dass der eigentliche Bürgerentscheid kein eindeutiges Ergebnis schafft, wurde festgelegt. Da es durchaus möglich ist, dass beide Initiativen die nötige Stimmenanzahl von 20 Prozent erzielen, hätte die Stichfrage in diesem Fall die entscheidende Bedeutung.

Gemeinsam mit Garmisch-Partenkirchen und dem Berchtesgadener Land bewirbt sich München um das Großereignis in sieben Jahren. Im knapp 28 000 Einwohner zählenden Garmisch-Partenkirchen finden bei einem Zuschlag durch das IOC die Ski-Wettkämpfe statt. Die Marktgemeinde soll zudem 2500 Sportler und Funktionäre beherbergen.