Archivierter Artikel vom 17.07.2011, 17:28 Uhr
München

Gala-Auftritt von Braunschweig – Pleite für Hansa

Dramatische Duelle, tolle Tore und friedliche Fans: Der Frühstart der 2. Fußball-Bundesliga hat keine Wünsche offen gelassen. Einen Auftakt nach Maß feierte neben den Erstliga-Absteigern Eintracht Frankfurt und FC St. Pauli auch Eintracht Braunschweig.

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Tor-Trio
Braunschweigs Torschützen Nico Zimmermann, Dominick Kumbela und Dennis Kruppke (v.l.) jubeln gemeinsam.
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Der Aufsteiger tanzte mit dem 3:1 über den TSV 1860 München vorübergehend an die Tabellenspitze. «Die Jungs sind teilweise über sich hinausgewachsen», sagte der der hochzufriedene Eintracht-Trainer Torsten Lieberknecht nach dem Gala-Auftritt. Torschütze Nico Zimmermann mahnte trotz des überzeugenden Saisonstarts zur Besonnenheit: «Unser Ziel ist es, in der Liga zu bleiben. Dazu ist uns heute der erste Schritt gelungen.»

Überflieger
Kumbela (r) gewinnt gegen Münchens Christopher Schindler ein Kopfballduell.
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Im Duell der Altmeister verdarben entfesselte Braunschweiger nach Toren von Kapitän Dennis Kruppke, Zimmermann und Dominick Kumbela die Aufbruchstimmung der Münchner «Löwen», die nach der Millionen-Rettung durch einen Araber auf bessere Zeiten hoffen.

Überraschung
Paderborns Torschütze Daniel Brückner (l) reißt beim Schlusspfiff neben Rostocks Björn Ziegenbein die Arme hoch.
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Hansa Rostock musste mit der 1:2-Heimpleite gegen den SC Paderborn beim Zweitliga-Comeback dagegen Lehrgeld zahlen. In Rostock sorgte Paderborns Nick Proschwitz mit dem spätem Siegtor für Ernüchterung bei Hansa. Dabei hatte Neuzugang Tino Semmer (19.) die Hausherren zunächst in Führung gebracht. Doch Daniel Brückner (21.) gelang der schnelle Ausgleich. Das vom 1. FC Nürnberg verpflichtete «Tor-Phantom» Marek Mintal trat kaum in Erscheinung.

Genial
KSC-Kapitän Alexander Iaschwili köpfte gedankenschnell ein und gab den Pass zum zweiten Tor.
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Einen Fehlstart leistete sich auch Aufstiegs-Mitfavorit MSV Duisburg mit dem 2:3 beim Karlsruher SC. «Wir waren einfach nicht clever genug», stellte Duisburgs Doppeltorschütze Kevin Wolze enttäuscht fest. Am «Tag der Offenen Tür» im Karlsruher Wildpark brachte Wolze den MSV nach 18 Sekunden mit dem drittschnellsten Tor in der eingleisigen 2. Liga in Führung. Das bessere Ende einer verrückten Partie hatte aber der KSC nach Toren von Alexander Iaschwili, Klemen Lavric und Timo Staffeldt.

Gedreht
Mit dem 2:1 von Klemen Lavric (M) gegen Bruno Gabriel Soares (l) und Florian Fromlowitz drehte der KSC schon nach fünf Minuten das Spiel.
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Die Rechnung der Deutsche Fußball-Liga (DFL), der vorgezogene Punktspielstart würde mehr Zuschauer in die Stadien locken, ging auf. Mit fast 130 000 Fans in den acht Spielen erfüllte die Besucherzahl vor dem Abschluss des 1. Spieltags mit dem Rhein-Ruhr-Derby zwischen Fortuna Düsseldorf und dem VfL Bochum die Erwartungen.

Doppelpack
St. Paulis Fabian Boll (M) erzielte beide Treffer traf beim 2:0-Sieg gegen Ingolstadt.
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St. Pauli kann auch ohne Millerntor und Kulttrainer Holger Stanislawski gewinnen. Der nach Lübeck «strafversetzte» Kiezclub beendete mit dem 2:0 am Samstag gegen den FC Ingolstadt dank des Doppelpacks von Fabian Boll die 150-tägige Erfolglosigkeit. «Aber wir haben gesehen, dass die zweite Liga unheimlich schwer wird», sagte der neue Pauli-Coach André Schubert.

Neuer Verein
Marco Russ trägt künftig das Trikot des VfL Wolfsburg.
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Eintracht Frankfurt hatte mit dem 3:2 nach einem 0:2-Rückstand bei der SpVgg Greuther Fürth seine «Mission Wiederaufstieg» erfolgreich in Angriff genommen. «Das war der Befreiungsschlag», stellte Vorstandschef Heribert Bruchhagen erleichtert fest. Saisonübergreifend war es erst der zweite Pflichtspielsieg der Frankfurter in diesem Jahr.

Elfmeter
Silvio Carlos de Oliveira (r) von Union Berlin verwandelt einen Elfer gegen FSV-Torwart Klandt.
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Beim als Hochrisikospiel eingestuften Ostderby in Cottbus blieben die befürchten Fan-Randale aus. «Es war ein friedliches und faires Derby», erklärte Energie-Trainer Claus-Dieter Wollitz nach dem 2:1-Sieg gegen Aufsteiger Dynamo Dresden: «Insgesamt ist es für die neuen Bundesländer ein gutes Zeichen, dass drumherum alles ruhig war».