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    Berlin

    Füße im Fokus: Entspannen mit Reflexzonen-Massage

    Eine Fußreflexzonen-Massage fördert die Durchblutung und regt den Stoffwechsel an. Vom Therapeuten professionell durchgeführt, soll sie sich positiv auf Organstörungen auswirken. Man kann seine Füße aber auch selber kneten - zum Entspannen.

    Sich mal den Füßen widmen
    Der Therapeut drückt bei der Reflexzonen-Massage professionell bestimmte Punkte. Man kann seine Füße aber auch selbst behandeln. (Bild: Ronacher/dpa/tmn)

    Unsere Füße erfahren häufig wenig Aufmerksamkeit. Dabei haben sie die durchaus verdient, finden Fußreflexzonen-Therapeuten. Für sie sieht eine Fußsohle aus wie eine kleine Landkarte: Jeder Bereich des Fußes steht über sogenannte Reflexbahnen in direkter Verbindung mit einzelnen Körperorganen.

    «Die großen Zehen etwa stehen für den Kopf, die Fußinnenseite für die Wirbelsäule und die Ferse für das Gesäß», sagt Manuela Sonntag, Wellness- und Physiotherapeutin aus Wuppertal. Werden diese Punkte bearbeitet, können die jeweiligen Organe und Körperbereiche stimuliert werden, so die Grundidee der Fußreflexzonen-Massage.

    «Bei dieser Behandlung werden zunächst alle Punkte der Fußsohle in einer bestimmten Systematik abgetastet», erläutert Sonntag. «Findet sich eine schmerzhafte Stelle am Fuß, kann man davon ausgehen, dass in dem entsprechenden Bereich eine funktionelle Störung vorliegt.» Mit einer speziellen Grifftechnik und leichtem bis mittlerem, wenn nötig auch sehr starkem Druck bearbeitet der Therapeut systematisch die betroffenen Druckpunkte. «In den jeweiligen Körperbereichen ruft das eine Reaktion hervor», sagt Sonntag.

    Wissenschaftlich eindeutig belegt ist die Wirkweise dieser Therapie nicht. Eindeutiger ist ihre wohltuende und entspannende Wirkung: «Es geht hier um die Ganzheitlichkeit von Körper und Geist», erläutert die Wellness-Therapeutin. Die Fußreflexzonen-Massage wirke durchblutungsfördernd, rege den Stoffwechsel an und stärke das Immunsystem.

    Physiotherapeuten führen die Massage professionell durch. Man kann sie sich aber auch selbst verpassen: «Sobald man sich seinen Füßen zuwendet und drückt, merkt man, an welcher Stelle es weh tut und einer Hinwendung bedarf», erklärt Sonntag. Allerdings empfiehlt die Expertin, nur mit mäßigem Druck vorzugehen: «Man sollte lieber nicht selbst Therapeut spielen.»

    Wer seine Füße behutsam massiere, könne hervorragend entspannen und «kleine Wehwehchen» bearbeiten. Die Füße haben es sich verdient, findet Sonntag: «Schließlich tragen sie uns und unser gesamtes Gewicht durch das ganze Leben.»

    Literatur:

    Wagner, Franz: Reflexzonen-Massage, Gräfe und Unzer, 6,99 Euro, ISBN-13: 978-3833814433

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