Archivierter Artikel vom 16.11.2010, 14:22 Uhr

Frühgeborene anfangs nur wenigen Reizen aussetzen

Frankfurt/Main (dpa/tmn) – Eltern von Frühgeborenen sollten die ersten Tage zu Hause auf eine reizarme Umgebung achten. Oft besitzen die Kinder noch keine sogenannte Selbstregulation, mit der sie Signale aus der Außenwelt verarbeiten können.

Um einen sanften Übergang vom Krankenhaus nach Hause zu schaffen, sollte die Zahl der Besucher in den ersten Tagen begrenzt sowie Licht und Geräusche (Telefon oder Türklingel) reduziert werden, raten Fachleute. Eltern sollten es auch vermeiden, mehrere Dinge auf einmal in der Nähe des Babys zu tun. Darauf weist der Bundesverband «Das frühgeborene Kind» in Frankfurt mit Blick auf den Tag des Frühgeborenen (17. November) hin.

Wenn möglich, könnten Eltern versuchen, feste Zeiten für das Baden und Spielen einzuführen. So gewöhnten sich die Babys leichter an ihre neue Umgebung. Wichtig sei auch, dass Eltern erste Anzeichen von Stress und Überforderung beim Kind erkennen. Dazu können eine schnelle, unregelmäßige Atmung gehören, Grimassieren, Überstrecken, Wegschauen und Gähnen.

Service:

Zum Tag des Frühgeborenen am 17. November stellt die Europäische Stiftung für die Versorgung Neugeborener (EFCNI) ihr neues Internetportal http://www.ene-mene-mini.de online. Dort können betroffene Familien und erwachsene Frühgeborene ihre Geschichten veröffentlichen.

Ratgeber «Frühgeborene nach der Entlassung» zum Download (PDF)

Neues Internetportal EFCNI (ab 17.11.)