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    Frühchen erleidet Organversagen und Hirnblutungen

    Rund 100 Einwohner zählt Misselberg, der Heimatort von Silke Brenig. Dort lebt die 37-Jährige mit ihrem Mann Gerd, dem 18 Jahre alten Sohn Fabian und der 16 Jahre alten Jule seit 2002. Die Tochter kam als Frühchen zwölf Wochen vor dem geplanten Termin zur Welt und litt unter einer Blutvergiftung.

    Organversagen und Hirnblutungen kamen hinzu. „Die Ärzte waren ohne Hoffnung“, sagt Silke Brenig. Acht Wochen wurde Jule voll beatmet, das Gehirn des Kindes trug erhebliche Schäden davon. Schon einen Monat nach der Geburt erlitt sie den ersten schweren epileptischen Anfall. Jule ist von jeher schwerstmehrfach behindert. Sie besucht die Erich Kästner-Förderschule in Singhofen. Pflegekräfte unterstützen die Eltern, die von Zeit zu Zeit gemeinsam mit Jule in einem Kinderhospiz eine Auszeit vom Alltag nehmen. Der Familienvater leidet unter gesundheitlichen Einschränkungen. Erst seit Kurzem hat er einen festen Arbeitsplatz, allerdings in Stuttgart. Auch Mutter Silke war jahrelang auf Hartz IV angewiesen. Sie hat vor wenigen Tagen eine Ausbildung zur Krankenschwester in Neuwied und Lahnstein begonnen. crz

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