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    Freitag zur NADA: Für Imagebildung nicht förderlich

    Die Sportausschussvorsitzende im Deutschen Bundestag ist besorgt über die Führungsprobleme in der Nationalen Anti-Doping-Agentur (NADA). «Ich würde nicht von einer Krise sprechen, aber für die Imagebildung ist es nicht förderlich», sagte Dagmar Freitag der Nachrichtenagentur dpa.

    Die SPD-Politikerin geht davon aus, dass sich der Sportausschuss mit der Situation der NADA befassen wird. «Wir haben eine funktionierende NADA. Ich hoffe aber auch, dass die NADA schnell zur Ruhe kommt», sagte Freitag. Überraschend hatte die kommissarische Geschäftsführerin Anja Berninger angekündigt, zum 31. März die Bonner Agentur zu verlassen. Die 31-jährige Juristin galt als Wunschkandidatin für den neuen hauptamtlichen Vorstand, der im Rahmen einer Strukturreform der NADA im Frühjahr die operativen Geschäfte übernehmen soll.

    «Ich persönlich bedauere den Weggang von Anja Berninger außerordentlich», sagte Dagmar Freitag. Auf der Arbeitsebene laufe alles weiter, «aber an der Spitze muss jetzt endlich eine zukunftsfähige und dauerhafte Lösung gefunden werden». Erst im September 2010 hatte Berninger-Vorgänger Göttrik Wewer bei der NADA gekündigt. Die NADA habe ihren guten Ruf auch durch Berningers hervorragende Arbeit erworben. «Es ist ein Rückschlag, dass eine Frau geht, die es geschafft hat, die NADA so gut zu positionieren», meinte Freitag.

    Die Sportausschussvorsitzende forderte auch mit Blick auf die Olympia-Kandidatur Münchens für die Winterspiele 2018, die NADA schnell wieder in ruhiges Fahrwasser zu bringen. «Eine Olympia-Kandidatur besteht nicht nur aus Bewerbungsunterlagen», sagte Freitag. «Ich habe den Eindruck gewonnen, dass das Internationale Olympische Komitee die Prozesse in den Bewerberländern genau beobachtet.»

    Auf eine gute Lösung der personellen Probleme drängt auch der Generaldirektor des Deutschen Olympischen Sportbundes. «Jetzt muss geschaut werden, dass der neue hauptamtliche Vorstand qualifiziert bestens besetzt wird», sagte Michael Vesper. Schließlich sei es das Ziel der Strukturreform, das operative Geschäft und die Aufsicht klar voneinander zu trennen und die Professionalisierung der NADA voranzutreiben. «Die NADA hat national und international einen guten Ruf. Anja Berninger war daran beteiligt», erklärte Vesper.

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