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    Harrachov

    Freitag und Freund in Top 10 – Schlierenzauer vorn

    Der Griff nach dem ersten Saisonsieg ist für die deutschen Skispringer ins Leere gegangen. Beim Weltcup in Harrachov bestätigten Richard Freitag als Sechster und Severin Freund auf Rang zehn zwar ihre gute Form, sprangen aber deutlich am erhofften Podestplatz vorbei.

    Podest verpasst
    Richard Freitag kam beim Skisprung-Weltcup in Harrachov auf Rang sechs.
    Foto: Filip Singer - DPA

    Der Österreicher Gregor Schlierenzauer feierte seinen 36. Weltcupsieg und schloss in der ewigen Bestenliste zum drittplatzierten Finnen Janne Ahonen auf. «Es hat für uns heute nicht ganz hingehauen. Wir haben nicht so glücklich agiert. Mit zwei Mann in den Top Ten und vier in den Weltcuppunkten kann man aber zufrieden sein», bilanzierte Bundestrainer Werner Schuster.

    Knapp 29 Jahre nach dem einzigen Weltcupsieg seines Vaters Holger an gleicher Stätte fehlten Freitag nach Sprüngen von 130,5 und 128 Meter am Ende 16,5 Punkte auf den Sieger. «Richie war nach dem weitesten Probesprung in der Favoritenrolle und hatte es vom Potenzial her in der Hand, auf das Podest zu kommen. Aber er war etwas übermotiviert, was bei einem jungen, ehrgeizigen Sportler vorkommt», meinte Schuster.

    Dennoch lieferte Freitag einen ordentlichen Wettkampf ab. Bei schwierigen Windbedingungen segelte der Youngster zunächst auf 130,5 Meter und stellte danach zufrieden fest: «Die Schanze lässt sich schön fliegen, auch wenn der Sprung etwas unrhythmisch war.» Im Finale konnte er dann jedoch nichts mehr draufpacken und fiel noch um eine Position zurück.

    Schlierenzauer lag mit 140,5 und 128 Metern lediglich einen Zähler vor dem Japaner Daiki Ito, der auf 129 und 136,5 Meter kam. Dritter wurde der Norweger Anders Bardal. In der Gesamtwertung verteidigte Freitag mit 194 Punkten den dritten Platz hinter Spitzenreiter Andreas Kofler (313) aus Österreich und Schlierenzauer (270).

    Freund büßte seine Chancen auf einen Podestplatz mit 123 Metern im ersten Durchgang ein. «Er hatte leichte Probleme in der Verbindungsphase», analysierte Schuster. Im Finale steigerte sich der 23-Jährige aus Rastbüchl auf 128 Meter und konnte dadurch noch etwas Boden gutmachen. Michael Neumayer wurde 20. und ist neben Freitag und Freund für den Teamwettbewerb am Samstag (16.00 Uhr) gesetzt.

    Ein unverhofftes Happy End erlebte Martin Schmitt. Der 33-Jährige, der am Vortag als 41. in der Qualifikation eigentlich ausgeschieden war, dürfte als Nachrücker für den im Training gestürzten Tschechen Roman Koudelka mitspringen. Mehr als Platz 29 war für den indisponierten Routinier, der um seinen Platz in der Mannschaft bangen muss, jedoch nicht drin. «Ich habe im Skibereich etwas verändert und muss meinen Sprungstil anpassen. Momentan weiß ich aber nicht, wie ich damit umgehen muss», sagte Schmitt nach Sprüngen auf 116,5 und 117 Meter.

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