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    Fraktionen sind sich einig: Veranstaltung war sinnvoll

    VG Unkel. Im Nachgang an die Infoveranstaltung des Verbandsgemeinderates hat die RZ bei den Fraktionen nachgehört, wie sie zum Thema Windkraft stehen und ob die Vorträge der Sachverständigen für sie etwas verändert haben:

    Susanne Haller, Bündnis 90/Die Grünen: "Wir stehen weiter hinter dem geplanten Windpark am Asberg. Wir bedauern, dass Egoismus einzelner Beteiligter dieses Projekt, erneuerbare Energie vor der Haustür zu erzeugen, die den Bedarf der gesamten Verbandsgemeinde decken, vermutlich verhindern werden. Die Sitzung hat für uns keine neuen Erkenntnisse gebracht, wir sehen keinen Grund gegen die Errichtung von drei bis fünf Windenergieanlagen (WEA) zu stimmen.

    Edgar Neustein, CDU: "Die CDU-Fraktion möchte das Flächennutzungsplanverfahren zügig zu Ende führen, damit in der Frage der Zulässigkeit von WEA endlich Rechtssicherheit herrscht", so Neustein. Im Abwägungsverfahren müssten dann verbindlich Flächen festgelegt werden, auf denen Windräder nicht errichtet werden dürfen. "Ob noch geeignete Flächen übrig bleiben, wird Ergebnis des transparenten Verfahrens sein. Die Frage, ob auf diesen eventuell verbleibenden Flächen auch tatsächlich WEA gebaut werden und ob diese wirtschaftlich betrieben werden können, stellt sich dem VG-Rat nicht. Es ist ausschließlich Sache der Kommunen, die Eigentümer von Grund und Boden sind."

    Rudi Rathfelder, FDP: "Die erheblichen Bedenken gegen einen Windpark werden durch die Gutachten bestätigt und in der Sitzung eindrücklich unterstrichen. Die Referenten des Ministeriums und des BUND Rheinland-Pfalz zeigten eine ideologische Ausrichtung und parteipolitische Gefolgschaft. Der Verein UWE bemühte sich das Gesicht zu wahren, spürte aber den Zwang der Realitäten. Der Vertreter der Evm versuchte, mit Allgemeinplätzen zu überzeugen."

    Hans-Joachim Röder, AfD: "Die Sitzung brachte keine neuen Ergebnisse. Sie machte nur deutlich, dass es sich nicht lohnt, die Windenergieanlagen am Auge Gottes zu bauen und den Naturpark damit zu zerstören."

    Bernd Seiler-Rehling, UWG: "Wir sind gegen den Bau. Die Befürworter lieferten nur Floskeln, keine neuen Fakten. Der Evm-Vertreter ist jedoch ein guter Marketingmann. Wichtig wäre es, endlich die Ergebnisse der Windmessungen vorzulegen. Beschämend war, wie der Vertreter des Ministeriums sagte, wie komme Rheinland-Pfalz dazu, sich um den Schutz des FFH-Gebiets in NRW zu kümmern."

    Ralf Hillen, SPD: "Die Befürworter haben als einziges Argument die globale Klimarettung. Windräder auf dem Asberg, beziehungsweise am Auge Gottes, zerstören jedoch den Wald großflächig. Ein intakter Wald sorgt aber für eine bessere Bilanz, als es drei Windräder können. Die Klimaargumente sind bezogen auf die hiesigen Windräder ein Witz. Auch die versprochenen Gewinne der Evm sind mit einem dicken Fragezeichen zu versehen. Ich bin gegen den Bau, in der Fraktion wird noch diskutiert."

    Christopher Magawly, FWG: "Es steht noch gar nicht fest, ob und wie viele Windräder gebaut werden können. An Spekulationen beteiligt sich die FWG nicht. Der Verbandsgemeinderat muss sich über den gesamten Problemkreis informieren, um zu entscheiden. Dazu war die Veranstaltung ein guter Schritt. Alle Argumente müssen gewürdigt und abgewogen werden." Sabine Nitsch

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