Archivierter Artikel vom 04.08.2010, 12:18 Uhr

Forscherverband warnt vor Sauerstoff-Fleisch

Gießen (dpa) – Die unabhängigen Laboratorien in Deutschland sehen Risiken in der Sauerstoffbehandlung von verpacktem Frischfleisch. Das Problem der Lebensmittelhygiene bei solchen Verpackungen sei nicht Ranzigkeit, sondern eine fortschreitende mikrobielle Verderblichkeit.

Fleischprobe wird entnommen
Werde das Fleisch nicht kühl genug gelagert, könne sich die Keimzahl gefährlich erhöhen, warnen die Experten. (Bild: dpa)

Wenn das Fleisch nicht so kühl gelagert werde wie nötig, komme es teilweise schon vor dem angegebenen Verbrauchsdatum zu gefährlichen Erhöhungen der Keimzahl, sagte der Vizepräsident des Deutschen Verbands Unabhängiger Prüflaboratorien, Gero Beckmann.

Die Verbraucherorganisation Foodwatch hatte verpacktes Fleisch von vier Handelsketten testen lassen und die Behandlung mit Sauerstoff für eine rosigere Farbe des Fleisches kritisiert. Das bundeseigene Max-Rubner-Institut hatte vor Ranzigkeit und einer möglichen Zunahme des Gehalts an gesundheitsschädlichen Cholesteroloxiden gewarnt. Das Bundesverbraucherministerium hingegen sieht in der Sauerstoffbehandlung keine Gesundheitsgefahren.

Die Foodwatch-Testergebnisse