Archivierter Artikel vom 04.06.2020, 13:12 Uhr
Hockenheim

«Auto, Motor und Sport»

Formel 1 will weitere zwei Europa-Rennen

Vor den geplanten Übersee-Rennen will die Formel 1 nach Informationen von „Auto, Motor und Sport“ weitere zwei Grand Prix in Europa austragen. Für diese Grand Prix gibt es in Hockenheim, Imola und Mugello angeblich drei Kandidaten.

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Hockenheimring
Der Hockenheimring steht der Austragung eines Formel-1-Grand-Prix immer noch grundsätzlich offen gegenüber.
Foto: Sebastian Gollnow/dpa

Da am 6. September bereits das vorläufige Europa-Finale im italienischen Monza stattfindet, habe der Traditionskurs in Nordbaden „eine gute Chance auf ein Rennen in der zweiten September-Hälfte“, schrieb das Fachmagazin. Die Formel-1-Bosse seien zu diesem Schluss gekommen, da Überseerennen wegen der unterschiedlichen Reisebestimmungen schwer planbar sind.

Hockenheim hat stets seine grundsätzliche Bereitschaft bekundet, ohne eigenes finanzielles Risiko ein Formel-1-Rennen auszurichten. Im Kalender für dieses Jahr hatte der Kurs gefehlt. Die Königsklasse des Motorsports will mindestens noch 15 Rennen in diesem Jahr austragen, um die vollen TV-Gelder zu kassieren. Der Neustart ist für den 5. Juli im österreichischen Spielberg vorgesehen.

Die Formel 1 diskutiert „Auto, Motor und Sport“ zufolge auch über zwei Rennen im russischen Sotschi, wo seit 2014 auf dem ehemaligen Olympia-Gelände gefahren wird. Dort wären die Hygienebestimmungen der Formel 1 gut umzusetzen. Sotschi war im ursprünglichen Rennkalender für den 27. September angesetzt.

Die acht bislang geplanten Europa-Rennen würden der Formel 1 zur Kür eines neuen Weltmeisters genügen. Auch wenn laut Regelwerk Rennen auf mindestens drei Kontinenten innerhalb eines Jahres zur Ermittlung eines WM-Champions notwendig sind, ist diese Bestimmung laut Formel-1-Sportchef Ross Brawn durch die Corona-Krise außer Kraft gesetzt. „In der Theorie bilden die acht europäischen Rennen eine Weltmeisterschaft“, sagte Brawn dem Fachmagazin „Autosport“. Den Regeln des Weltverbands zufolge müssen mindestens acht WM-Läufe gefahren werden, ehe der Titel vergeben werden kann.

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Bericht Auto, Motor und Sport