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    Hamburg

    Formel 1: Für Schumacher ist Feintuning angesagt

    Nur noch anderthalb Wochen bis zum Showdown in «Down Under» und keine Möglichkeit zum Testen – für das nötige Feintuning am neuen Silberpfeil bleibt Michael Schumacher nicht viel Zeit.

    Rekordweltmeister
    Michael Schumacher steuert seinen Mercedes beim Bahrain-GP um eine Kurve.

    Dennoch ist Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug für das zweite Rennen der Formel-1-Saison zuversichtlich. «Wir werden Schritt für Schritt machen und nach vorne kommen», sagte Haug am Dienstag. Er versicherte, alle würden dafür hart, ruhig und konzentriert arbeiten.

    «Offensichtlich ist, dass wir uns steigern müssen», räumte der Schwabe ein, nachdem Schumacher bei seinem Comeback-Rennen in Bahrain hinter Teamkollege Nico Rosberg Sechster geworden war. «Michael Schumacher kommt mit unserem Auto nicht anders – und nicht weniger – zurecht als Nico Rosberg», betonte Haug. Der Motorsportchef des deutschen Autobauers hatte schon vor Saisonstart vor dem Glauben an ein Siegabonnement Schumachers und seines 17 Jahre jüngeren Mitstreiters aus Wiesbaden gewarnt.

    Geduld ist wohl gefragt. Vor allem bei jenen, die den 92. Sieg Schumachers in dessen einzigartiger Karriere (Teil II) herbeisehnen. «Ich glaube, Michael kommt noch», meinte Box-Weltmeister Wladimir Klitschko. «Man muss abwarten, Geduld haben. Das Comeback ist kein Fehler.»

    Teamkollege Rosberg habe Schumacher zwar im Griff gehabt. «Trotzdem hat der Michael einen guten Job gemacht. Er war drei Jahre weg, da darf man am Anfang nicht zu viel erwarten», schrieb der ehemalige Formel-1-Pilot Gerhard Berger in seiner Kolumne in der Münchner «tz». Der siebenmalige Weltmeister brauche ein Auto, «bei dem er die Vorderachse spürt und die Reifen», erklärte Berger.

    Der 41 Jahre alte Schumacher selbst hatte in der Wüste von Sachir betont, dass er sich besonders auch an die kleineren Vorderreifen gewöhnen müsse. «Ich muss bei meinem Fahrstil das Auto noch dahin arbeiten, damit ich es so um die Ecke kriege, wie ich es mir vorstelle», hatte Schumacher nach seinem ersten Rennen seit dem 22. Oktober 2006 gesagt. «Michael wird jetzt versuchen, das Auto in diese Richtung umzubauen. Dann kann er wieder Rennen gewinnen», prophezeite Berger.

    So wie bei Benetton, so wie bei Ferrari. Im 17. Versuch gelang dem Kerpener 1992 der erste Sieg im Benetton, den ersten von zwei WM-Titeln im Benetton schnappte er sich weitere zwei Jahre später. Im Ferrari bedurfte es sechs vergeblicher Anläufe, ehe Schumacher 1996 den ersten Grand-Prix-Gewinn mit der Scuderia schaffte. Weltmeister wurde er mit den Italienern erstmals 2000, vier weitere Titeltriumphe folgten in Serie.

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