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    Formel 1: Erst das Fahren, dann der Fußball

    Formel 1 als Vorspiel: Mit einem Erfolg beim Großen Preis von Europa gegen seine britischen McLaren-Konkurrenten Lewis Hamilton und Jenson Button will Sebastian Vettel die ideale Stimmungsvorlage für das WM-Achtelfinale der deutschen Fußball- Nationalmannschaft gegen England geben.

    Optimistisch
    Michael Schumacher (l) und Sebastian Vettel glauben an einen Deutschland-Sieg.

    «Das Fußballspiel liegt nicht in unserer Hand. Was wir kontrollieren können, ist das Rennen», sagte der Red-Bull-Pilot im Hafen von Valencia, legte sich aber auf einen Sieg der DFB-Elf fest: «Ich denke, wir können das schaffen.» Auch Vettels anderen fahrenden Landsleute im PS-Zirkus tippen auf einen Sieg der Löw-Truppe. «Wir gewinnen, ist doch klar. Ich gehe davon aus, dass wir das ohne Elfmeterschießen schaffen», gab Rekordweltmeister und Mercedes-Fahrer Michael Schumacher die allgemeine Meinung wieder. Eine besondere Brisanz besteht für die deutschen Fahrer, weil die meisten Teams wie Mercedes GP, Red Bull oder Williams ihren Sitz in England haben und etliche Mitglieder britisch sind.

    «Da werden ein paar Jokes über Deutschland gemacht werden, aber die Statistik spricht für uns», meinte der 41-jährige Schumacher. «Die machen bei mir einen zehn Sekunden langsameren Boxenstopp», sprach Williams-Pilot Nico Hülkenberg eine nicht ganz ernst gemeinte Befürchtung aus und fügte hinzu:. «Natürlich bin ich überzeugt, dass wir gewinnen. Keine Ahnung wie hoch, ist auch egal, aber wir gewinnen.»

    Wie schon beim letzten Rennen zwei Wochen zuvor in Montréal vor dem ersten Gruppenspiel gegen Australien bleibt den Fahrern nicht viel Zeit zwischen Rennende (zwischen 15.30 und 15.45) und Spielbeginn in Bloemfontein (16.00 Uhr).

    Doch für die Piloten gilt erst einmal: Erst das Fahren, dann das (Fußball-)Vergnügen: Bei der «Hafenrundfahrt» auf dem 5,419 Kilometer langen Straßenkurs muss Red Bull kontern. Nach seinen Doppelerfolgen in Istanbul und Montréal droht das McLaren-Duo Hamilton und Button zu enteilen. «Wir haben schon einige Rennen hinter uns und gesehen, wie schnell sich die WM dreht», macht sich Vettel Mut.

    Die große Hoffnung der «Roten Bullen» ist der F-Schacht. In den Wagen von Vettel und seinem Teamkollegen Mark Webber soll das von McLaren entwickelte und von 2011 an verbotene System erstmals zum Renneinsatz kommen. Rund eine halbe Sekunde pro Runde hofft Vettel damit schneller zu sein.

    Ferrari hat seine «rote Göttin» ebenfalls noch einmal überarbeitet. Mit der «B-Version» will Lokalmatador Fernando Alonso endlich den Sprung an die Spitze schaffen. Auch Mercedes ist mit einigen Updates an die spanische Mittelmeerküste gereist. McLaren will beim Heimrennen in Silverstone noch einmal nachlegen.

    Der technische Wettlauf hat seinen Grund: Der WM-Kampf ist spannend wie schon seit langem nicht mehr. Zwischen dem Gesamtersten Hamilton (109 Punkte) und dem Fünften Vettel (90) liegen gerade einmal 19 Zähler. Für einen Sieg gibt es allein 25 Punkte. Button (106) ist Zweiter, Webber (103) Dritter und Alonso (94) Vierter. In der Konstrukteurswertung rangiert Red Bull (193) hinter McLaren (215) an zweiter Stelle. Ferrari liegt auf dem dritten Platz.

    Derzeit nur vierte Kraft ist Mercedes. Zwischen Anspruch und Wirklichkeit klafft bei dem Team noch eine Lücke. «Wir sind seit Rennen eins im Aufholprozess, und wir werden sukzessive aufholen – zweimal in acht Rennen waren wir auf dem Podium, und diese Trefferquote genügt uns keineswegs», räumte Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug in einem Interview mit der Nachrichtenagentur dpa ein. Dennoch sieht er sein neu formiertes Team vor dem Rennen in Valencia im Aufwärtstrend: «Wir kommen noch – garantiert.»

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