40.000
  • Startseite
  • » Flugabsage wegen Vulkanasche: Geld zurück für Passagiere
  • Aus unserem Archiv
    Wiesbaden

    Flugabsage wegen Vulkanasche: Geld zurück für Passagiere

    Oslo annulliert, Dublin annulliert, London annulliert: Die Abfluganzeigen der deutschen Flughäfen brachten das Ausmaß der Flugverbote in Nord- und Westeuropa am Donnerstag (15. April) auf den Punkt.

    Flugausfälle
    Der Vulkanausbruch auf Island sorgt für zahlreiche Flugausfälle in Nord- und Westeuropa. Passagiere können von den Airlines den kompletten Ticketpreis zurückfordern. (Bild: dpa)

    Viele Maschinen nach Skandinavien und zu den britischen Inseln konnten nicht starten, weil Vulkanasche in der Luft dort für die Schließung des Luftraums sorgte. Die Aschenwolke stammt von dem auf Island ausgebrochenen Vulkan am Eyjafjalla-Gletscher. Wer deswegen nicht wegkam, kann nun von seiner Fluggesellschaft den Ticketpreis zurückfordern. Sollte es auch in den kommenden Tagen Probleme geben, bietet sich unter Umständen ein Wechsel vom Flieger zur Bahn an. Reisende sollten dafür aber auf vielen Strecken viel Zeit einplanen.

    Die Fluggesellschaften müssten betroffenen Passagieren auf ihren Wunsch hin den kompletten Ticketpreis inklusive Steuern und Gebühren zurückzahlen, erläuterte der Reiserechtler Holger Hopperdietzel aus Wiesbaden. Alternativ besteht ein Anspruch darauf, kostenlos auf einen anderen Flugtermin umgebucht zu werden.

    Einen noch darüber hinaus gehenden Schadenersatz, wie er in der EU-Fluggastrechteverordnung 261/2004 bei Annullierungen vorgesehen ist, gebe es für Reisende dagegen in diesem Fall nicht: Bei einer Schließung von Flughäfen oder sogar des gesamten Luftraums könne sich eine Fluggesellschaft von ihrer Schadenersatzpflicht entlasten, sagte der Reiserechtsexperte. Vulkanasche in der Luft gilt als gefährlich für die Düsentriebwerke von Flugzeugen.

    Wenn ein Reiseziel auf anderem Weg erreichbar ist, bestehe für die Fluggesellschaften dagegen kein Grund, Flüge zu annullieren, erklärte Hopperdietzel. Wenn zum Beispiel Verbindungen von Deutschland nach Nordamerika statt über Großbritannien und Island auch über südlichere Routen über den Atlantik geführt werden können, «dann muss die Airline das auch tun». Bei der Lufthansa hieß es dazu, dass für die Maschinen nach Kanada und in die USA am Donnerstag Routen südlich der britischen Inseln gewählt wurden. Es sei mit Verspätungen zu rechnen, die «im Minutenbereich» bleiben sollten, sagte Sprecher Thomas Jachnow. Wie lange die Probleme dauern, lasse sich noch nicht sagen. Mehrere Fluggesellschaften riefen ihre Passagiere auf, sich auf den Firmenwebseiten über ihre Flüge auf dem Laufenden zu halten.

    Von den Einschränkungen im Luftverkehr waren auch Gäste deutscher Reiseveranstalter betroffen - allerdings in begrenztem Ausmaß. Der Deutsche Reiseverband (DRV) in Berlin sprach von etwa 200 Urlaubern, die am Donnerstagmorgen nicht wie geplant abfliegen konnten oder von ihren Veranstaltern umgebucht wurden. Touristen, die zum Beispiel mit Umsteigen in London einen Langstreckenflug antreten wollten, würden jetzt kontaktiert, erklärte Angela de Sando vom Reiseveranstalter Dertour in Frankfurt. Ihnen sollen jetzt nach Möglichkeit alternative Flüge zum jeweiligen Urlaubsziel zur Verfügung gestellt werden.

    Flughafen Frankfurt: www.frankfurt-airport.de

    Anzeige
    epaper-startseite
    News aus Ihrer Region - Lokalteil wählen
    wissenlinz,neuwiedremagenmontabaurandernach,mayenkoblenzdiezbademszellsimmernbirkenfeldkirn,badsobernheim,meisenheimbadkreuznach
    Anzeige
    Das Wetter in der Region
    Dienstag

    8°C - 22°C
    Mittwoch

    10°C - 21°C
    Donnerstag

    13°C - 21°C
    Freitag

    11°C - 17°C

    Das Wetter wird Ihnen präsentiert von:

    Anzeige
    Event-Kalender
    Veranstaltungstipps

    Sie haben einen Veranstaltungstipp für uns? Hier geht's zum Formular!