Archivierter Artikel vom 08.07.2010, 10:46 Uhr
Silverstone

Fitter Vettel: Wenigstens ein WM-Erfolg am Sonntag

Nun muss wohl Sebastian Vettel für ein deutsches WM-Erfolgserlebnis in Silverstone sorgen. Fit ist der Heppenheimer Red-Bull-Pilot nach eigener Meinung für die zweite Halbzeit der Formel-1-Saison jedenfalls.

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Besichtigung I
Sebastian Vettel (r) inspiziert in Silverstone die Rennstrecke.
Besichtigung II
Fernando Alonso (r) fährt in Silverstone die Rennstrecke mit dem Fahrrad ab.

«Sehr gut» sei seine körperliche Verfassung, sagt Vettel im Interview mit der Nachrichtenagentur dpa vor dem Großen Preis von Großbritannien. «Wir haben erst Halbzeit und ich trainiere regelmäßig, aber ich mache auch Pausen, um wieder verlorene Energien aufzutanken», betont der Hesse.

Versteckspiel
Lewis Hamilton telefoniert im Fahrerlager von Silverstone.

Doch auch die Konkurrenz ist beim England-Klassiker voller Tatendrang. Spitzenreiter Lewis Hamilton und WM-Titelverteidiger Jenson Button könnten im McLaren-Mercedes ein bisschen Revanche fürs WM-Aus der «Three Lions» in Südafrika nehmen und Spaniens Fernando Alonso wird im Glücksgefühl des WM-Einzugs der eigenen Fußball- Nationalmannschaft noch mächtiger Gas geben.

Elektrisch
Michael Schumacher dreht in Silverstone eine Runde auf einem elektrischen Fahrrad.

Vettel steht vor keiner leichten Aufgabe in Silverstone – und danach. «Bisher ist die Saison wirklich sehr spannend und ich glaube auch, dass das jetzt mal so bleiben wird», sagt der Fahrer, der am vergangenen 3. Juli 23 Jahre alt geworden ist. «Es gibt einige Fahrer, die ganz vorne mitmischen und die großen Punkte einfahren können.»

Gespräche
Nico Rosberg (r) im Gespräch mit einem Mercedes-GP-Mitarbeiter.

Dazu zählt auch sein wieder genesener Teamkollege Mark Webber. «Persönlich wünscht man sich natürlich, dass man alleine vorne weg ist, aber da müssen wir erst mal die nächsten Rennen abwarten.» Zehn sind es insgesamt noch in dieser Saison. Nach dem Rennen in England versammeln sich die PS-Stars in gut zwei Wochen zum schwarz-rot- goldenen Heimspiel in Hockenheim.

Kopfschmerzen?
Red-Bull-Pilot Mark Webber bei der Pressekonferenz in Silverstone.

«Mein Ziel ist es immer zu gewinnen. Manchmal klappt es und dann klappt es auch mal nicht. Trotzdem werden wir nicht aufgeben und beim Heim-Grand-Prix zu siegen wäre natürlich etwas ganz besonderes», blickt Vettel schon mal voraus. Doch vor der vermeintlichen Kür vor heimischer Kulisse wartet die Pflicht auf der Insel. Nach dem Sieg vor zwei Wochen in Valencia liegt Vettel (115) nur noch 12 Zähler hinter Hamilton (127). Button konnte bislang (121) Punkte gutschreiben.

Zehntausende englische Fans wären sicherlich «not amused», wenn ausgerechnet ein Deutscher die Formel-1-Party im eigenen Land durchkreuzen würde. Wie das geht, weiß Vettel. Vor einem Jahr siegte der Hesse auf dem Traditionskurs in Silverstone. Mit einem weiteren Erfolg in der laufenden Saison könnte der Wahl-Schweizer bestenfalls anschließend als WM-Führender zum Vollgas-Spektakel nach Deutschland reisen. Dort wird der ohnehin gefeiert werden. «Auch wenn ich mir die Unterstützung der Fans mit den fünf anderen Deutschen teilen muss», meint der PS-Star mit dem Lausbuben-Grinsen.