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    Münster

    Fitness-Spiele sind kein Sportersatz

    Die populären Fitness-Spiele für Konsolen wie die Wii machen einen nicht zu Sportskanonen. Das ist das Fazit einer Studie am Institut für Sportmedizin der Uni Münster.

    Dabei hatten sich gut 40 Sportstudenten an vier Disziplinen eines entsprechenden Spiels versucht - in Blöcken von je einer Viertelstunde mit 20- minütigen Pausen dazwischen.

    Danach wurden etwa die Herzfrequenz und der Laktatwert gemessen, die Probanden sollten ihr Anstrengungslevel anhand eines Standards angeben, und es wurden Durchschnittswerte aus der Forschung bei realem Sport herangezogen. Das Ergebnis: Beim Bewegen vor der Konsole reichen Belastungsniveau und Trainingseffekt bei weitem nicht an die Werte heran, die bei echtem Sport erzielt werden. Allein beim Konsolen-Boxen ermittelten die Forscher eine «trainingsphysiologisch relevante, allerdings nur moderate Belastung».

    Nach Angaben von Prof. Klaus Völker, dem Leiter der Studie, taugen Fitness-Spiele noch aus einem weiteren Grund nicht als Alternative zu richtigem Sport: Die Probanden kamen nach kurzer Zeit dahinter, dass die Steuergeräte schon auf geringe Bewegungen reagieren, so dass etwa beim Boxen keine wirklich heftigen Schläge nötig sind. Deshalb legten sie sich nach und nach immer weniger ins Zeug.

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