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Oberhofen

FIS untersucht Verletzungsserie im Ski-Weltcup

Der Internationale Skiverband will die Gründe für die Häufung schwerer Verletzungen im alpinen Weltcup untersuchen und Maßnahmen für eine sicherere Athleten-Zukunft ergreifen.

«Die FIS ist sehr besorgt wegen der großen Anzahl der Verletzungen zu Beginn der Saison. Wir beschäftigen uns intensiv damit», sagte der FIS- Herren-Renndirektor Günter Hujara am Rande des Weltcup-Wochenendes. Bei der Suche nach Lösungen setzt die FIS auch auf die Mithilfe von Trainern und Athleten. «Wir haben andere Beteiligte zu einem Wissensaustausch eingeladen, damit wir weitere Verletzungen vermeiden können.» Auch Änderungen im Regelwerk der Hochrisiko-Sportart seien möglich. Beim Weltcup in Gröden Ende der Woche ist ein Treffen mit der Athleten-Arbeitsgruppe aus dem Herren-Speedbereich angesetzt.

Bereits während des ersten Drittels der Weltcup-Saison hatte es eine Reihe von schlimmen Stürzen und schweren Verletzungen gegeben. Unter anderen musste Abfahrts-Weltmeister John Kucera bereits seine Hoffnungen auf eine Medaille bei den Winterspielen vom 12. bis 28. Februar kommenden Jahres in Vancouver begraben. Der Kanadier hatte sich Ende November in Lake Louise einen Schien- und Wadenbeinbruch zugezogen. Nur einen Tag zuvor hatte sich dort der Amerikaner Thomas Lanning das Knie verdreht und muss sogar um die Fortsetzung seiner Karriere bangen. Auch bei Pierre-Emmanuel Dalcin ist ungewiss, ob er wieder Skirennen fahren wird. Der 32-Jährige Franzose riss sich im Abfahrtstraining in Beaver Creek die Kreuz- und Innenbänder in beiden Knien und erlitt eine Gehirnerschütterung, Verletzungen im Gesicht, ein Speichenbruch im rechten Arm sowie eine ausgekugelte Schulter.

Die Verletzungs-Misere ist aber nicht allein ein Problem der schnellen Disziplinen. Anfang Dezember riss sich Slalom-Weltcupsieger Jean-Baptiste Grange (Frankreich) ebenso das Kreuzband wie beim Riesenslalom zum Saisonauftakt in Sölden die österreichische Weltcupgesamtsiegerin von 2007, Nicole Hosp.

«Unglücklicherweise haben die jüngsten Verletzungen alle unterschiedliche Verletzungsmuster, keine Verletzung gleicht der anderen», sagte Hujara. «Das macht es schwierig für uns, Lösungen zu finden und es wird nicht die eine Antwort geben, die alles in Ordnung bringt.»

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