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    FIS im Kampf gegen Doping: Russland soll Trainer entlassen

    Mit drastischen Maßnahmen will der Ski-Weltverband FIS das anhaltende Doping-Problem bei den russischen Skilangläufern in den Griff bekommen. Auf ihrem Kongress im türkischen Antalya forderte die FIS den russischen Verband auf, Chef- Trainer Anatoli Tschepalow von seinem Posten zu entheben.

    Zudem sollen die Coaches und medizinischen Betreuer des Spitzen-Athleten Jewgeni Dementjew sowie von Nina Rysina und Natalia Matwejewa entlassen werden. Die FIS verhängte gegen den russischen Verband wegen mangelnder Umsetzung der Anti-Doping-Regeln außerdem eine Geldstrafe von 127 000 Euro. Den Russen wurde nahegelegt, eine neue Verbandsführung zu installieren und den Kampf gegen Doping mit Blick auf die Heimspiele in Sotschi 2014 zu forcieren.

    Zuletzt hatten russische Langläufer durch zahlreiche positive Dopingproben für Schlagzeilen gesorgt. Unter anderem wurden die Olympiasieger Julia Tschepalowa, Tochter von Tschepalow, und Dementjew sowie Rysina, Matwejewa und die Bronze-Medaillengewinnerin von Turin, Alena Sidko, gesperrt. Insgesamt wurden im vergangenen Jahr in den olympischen Winterdisziplinen Langlauf, Biathlon und Nordische Kombination elf Dopingfälle verzeichnet. Zwischen 2006 und 2009 wurden gar 31 Athleten positiv getestet. Pikant dabei: das Gros wurde bei Wettkampfkontrollen oder im Ausland erwischt, jedoch nie bei überraschenden Trainingskontrollen in Russland.

    Die FIS behielt sich weitere Schritte gegen Russland vor, sollte der Verband nicht bis 1. November ein umfassendes Anti-Doping- Programm nachweisen. Ansonsten drohen Strafen wie die Nichtteilnahme an Weltmeisterschaften, die Streichung von Weltcups in Russland und dem Ausschluss der Russen aus dem Weltverband für eine Zeit von bis zu vier Jahren.

    Diese Maßnahme hätte verheerende Auswirkung auf die Ausrichtung der Heim-Winterspiele 2014 im Schwarzmeerort Sotschi. Dort will Russland ungeachtet des Desasters von Vancouver, wo nur dreimal Gold geholt wurde und lediglich der elfte Rang in der Nationenwertung heraussprang, stärkste Nation werden. 14 bis 15 Goldmedaillen seien möglich, sagte der umstrittene Sportminister Witali Mutko, der nach Olympia zudem bereits eine strengere Anti-Doping-Politik angekündigt hatte. Doping sei das größte Problem im russischen Sport und schade dem Ansehen des Landes, sagte Mutko. «Dies gilt insbesondere für Langlauf und Biathlon.»

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