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    Marrakesch

    FIFA-Präsident: Freistoß-Spray kommt bei WM zum Einsatz

    Die deutschen Fußball-Nationalspieler müssen sich für die Weltmeisterschaft in Brasilien auf das umstrittene Freistoß-Spray einstellen.

    Freistoß-Spray
    Der Schiedsrichter soll bei Freistößen mit dem Spray den Abstand der Mauer zum Schützen markieren.
    Foto: David Ebener - DPA

    FIFA-Präsident Joseph Blatter kündigte in Marrakesch an, die Methode auch bei der WM-Endrunde 2014 einsetzen zu wollen. «Wir haben angefangen, es in allen (unseren) Wettbewerben in diesem Jahr zu benutzen, und bei der Weltmeisterschaft im nächsten Jahr werden wir den Weg definitiv fortführen», sagte der Chef des Weltverbandes.

    Der Unparteiische markiert damit bei Freistößen den Abstand der Mauer zum Schützen. Das Spray wird derzeit bei der Club-WM, bei der der FC Bayern München im Finale steht, von den Schiedsrichtern genutzt. Blatter sagte, er sei «zunächst skeptisch gewesen». Aber die Referees, die das System benutzt haben, seien alle «glücklich» damit gewesen.

    Die Bayern-Profis machten beim 3:0 im Halbfinale der Club-WM gegen den chinesischen Club Guangzhou Evergrande Bekanntschaft damit und äußerten sich anschließend eher skeptisch. «Da macht man das Spiel ein bisschen langsam. Wir sind Freunde davon, einen Freistoß manchmal schnell auszuführen. Deswegen ist das eher schädlich», erklärte Nationaltorwart Manuel Neuer. Mittelfeldakteur Toni Kroos befand, «dass uns das nicht entscheidend weiterbringt».

    Bei gefährlichen Situationen «18, 20 Meter vor dem Tor» kann sich Sportvorstand Matthias Sammer den Einsatz des Sprays vorstellen. Ansonsten sei es gerade in engen Begegnungen eher «Zeitverzögerung»: «Ich stelle mir vor, was wohl ist, wenn ein Spiel auf des Messers Schneide steht.» Pep Guardiola konnte dagegen keine Nachteile ausmachen. «Ich fand das gut», meinte der Bayern-Coach. «Du verlierst keine Zeit. Nach 20 Sekunden ist die Linie da und es geht weiter, ohne Diskussionen.» Der Schaum löst sich nach kurzer Zeit wieder auf.

    Bei der Club-WM in Marokko wird derzeit auch die Torlinientechnologie getestet. Das deutsche System GoalControl soll bei knappen Entscheidungen Klarheit darüber schaffen, ob der Ball in vollem Umfang hinter der Linie war.

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