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    Innsbruck/IglsFIBT mit Finanzproblemen - Gegenwind für Storey

    Finanzprobleme, eine Schadensersatzklage und fehlende Transparenz gegenüber den Mitgliedsverbänden: Auf den Bob- und Skeleton-Weltverband FIBT mit seinen umstrittenen Präsidenten Robert H. Storey rollt in seinem Heimatland eine Lawine zu.

    Ausgelöst wurde sie mit der «Innsbrucker Erklärung» der vier mächtigen Kufen-Nationen Schweiz, Österreich, Italien und Deutschland. Sie schlossen sich zu einem Bündnis zusammen, um neue Wege in der Vermarktung und Positionierung ihrer Sportarten zu gehen. Zugleich präsentierte das Quartett den Italiener Ivo Ferriani zum Präsidentschafts-Gegenkandidaten.

    Der Multifunktionär, der Bobpilot, Weltmeister-Trainer der Franzosen, Bahnarbeiter und Olympia-Manager bei den Winterspielen 2006 in Turin war, soll spätestens bei der geplanten Wahl im September den Kanadier Storey nach 16 Jahren im Amt ablösen. «Der Stolz auf den Sport droht verloren zu gehen, das öffentliche Interesse nimmt ab und es gibt keine Neuentwicklung», meinte Ferriani in einer emotionalen Rede in Innsbruck und forderte einen Neubeginn.

    Der Generalvorwurf lautet Geldverschwendung des Weltverbandes, der nach Insider-Informationen kräftig in den roten Zahlen steht und dieses Etatloch mit den zu erwartenden Millionen vom Internationalen Olympischen Komittee (IOC) füllen will. Doch diese Rechnung wollen die «Anführer der Palastrevolte» nicht mitgehen. «Wenn dieses Finanzgebahren so weitergeht, ist unser Verband 2013 nicht in der Lage, einen Weltcup zu finanzieren», sagte Ferriani in der «Frankfurter Allgemeinen Zeitung».

    Der Präsident des Bob- und Schlittenverbandes für Deutschland (BSD), Andreas Trautvetter, bemängelt vor allem die intransparente Entscheidungen: «Ohne Konsolidierung der FIBT-Finanzen ist anzunehmen, dass die Finanzierung bis 2014 in Sotschi nicht gesichert ist.» Nach den Hochrechnungen der derzeitigen Ausgaben würde die IOC- Gelder in Höhe von neun bis elf Millionen Euro bereits 2013 aufgebraucht sein. Vor allem die teuren TV-Produktionen, die zuletzt nur 1,05 Millionen Einnahmen brachten, sind mit 2,0 Millionen Produktionskosten viel zu teuer.

    Nun droht auch noch eine Schadensersatzklage der schwerverletzten Russin Irina Skworzowa nach dem schweren Trainingsunfall mit dem Bob vor einem Monat in Königssee gegen die FIBT. Zwar steht der Abschlussbericht der Polizei und Staatsanwaltschaft noch aus, doch da sich die Indizien in Richtung Fremdverschulden verdichten, beziehen die Anwälte bereits Stellung.

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