Archivierter Artikel vom 20.05.2010, 11:40 Uhr

FIA: Nachbesserungen nach Schumi-Manöver

Hamburg/Paris (dpa). Nach der Strafe für das Schumacher-Manöver in Monaco will der Internationale Automobilverband FIA die Regeln und deren Anwendung nachbessern. Der zuständige «World Motor Sport Council» wird sich mit dem Thema bei seinem nächsten Treffen am 23. Juni in Genf befassen.

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Abgestraft
Michael Schumacher kommt in Monaco ins Ziel.

Die Probleme in der letzten Runde beim Formel-1-WM-Rennen in Monte Carlo hätten die fehlende Klarheit gezeigt, wie die Regel des Überholverbots hinter dem Safety Car angewendet werden müsste, schrieb die FIA in ihrer Mitteilung. Die Nachbesserungen seien notwendig, auch die Signale für die Fahrer und Teams müssten klarer sein. Die Vorschläge dazu sollen aus der Arbeitsgruppe der Formel 1 kommen.

Der deutsche Werksrennstall MercedesGP hatte auf eine Berufung gegen das Urteil der Rennkommissare letztlich verzichtet, die Monte Carlo einen Verstoß gegen Artikel 40.13 der «Sporting Regulations» gesehen hatten. Dieser besagt, dass in der letzten Runde nicht überholt werden darf, wenn das Rennen unter Safety-Car-Einsatz beendet wird, dieses aber in die Boxengasse abbiegt.

Michael Schumacher hatte nach dem Überholmanöver in der letzten Kurve eine 20-Sekunden-Zeitstrafe bekommen. Der Rekordweltmeister aus Kerpen war dadurch vom sechsten auf den zwölften Platz zurückgefallen und ohne Punkte vom Klassiker im Fürstentum zurückgekehrt. Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug hatte weitere sportrechtliche Schritte als «nicht zielführend» beschrieben.

Das Team hatte Schumacher angehalten, den Überholversuch zu starten. Der siebenmalige Champion sowie seine Vorgesetzten hatten die Angabe der Rennleitung «Strecke frei» und dazu noch die Grünen Ampeln entsprechend interpretiert. Mit einem spektakulären Manöver hatte sich der 41-Jährige dann am zweimaligen Weltmeister Fernando Alonso im Ferrari vorbeigeschoben. «Wir waren der Ansicht – wie viele externe Beobachter übrigens auch – dass «Strecke frei» und «Grün» das Kommando zum Angriff auf der Strecke ist», hatte Haug erklärt.