Archivierter Artikel vom 14.07.2011, 17:00 Uhr

FIA beendet Zwischengas-Diskussion

Berlin (dpa). Der Internationale Automobilverband hat die leidige Diskussion um das Zwischengas-System beendet.

Lesezeit: 1 Minuten
Geregelt
Sebastian Vettel und sein Team haben nun die Sicherheit des FIA-Reglements.
Foto: DPA

Vor allem Red Bull kann ein wenig aufatmen, nachdem sich der Rennstall mit Weltmeister Sebastian Vettel zuletzt in Silverstone durch das komplette Verbot massiv benachteiligt gefühlt hatte. Die für die Regeln in der Formel 1 zuständige FIA legte den Rückwärtsgang ein und bestätigte nun die Vorgabe, die beim vorletzten Rennen in Valencia gegolten hatte.

«Wir sind optimistisch, dass es in dieser Saison keine Proteste wegen der Motoreinstellungen und Auspuff-Endrohre geben wird», hieß es in einer Mitteilung der FIA.

Demnach dürfen die Teams ab dem Großen Preis von Deutschland in knapp anderthalb Wochen an der Motoreneinstellung nach der Qualifikation keine Veränderungen mehr vornehmen. So wie in Valencia, wo Weltmeister Sebastian Vettel die Pole geholt und das Rennen gewonnen hatte.

Zwei Wochen später blickten dann beim Regel-Zickzackkurs in Silverstone nicht einmal mehr die Beteiligten durch. Die Teams einigten sich letztlich auf die Valencia-Variante, die nun auch offiziell abgesegnet wurde. Das bedeutet, dass Vettel bei seinem Heimrennen nicht wieder gänzlich auf das System verzichten muss, das Red Bull nach eigenen Angaben perfektioniert hat.

Dabei wird heiße Auspuffluft auf den hinteren Teil des Unterbodens geströmt, selbst wenn der Fahrer kein Gas gibt. Verbessert wird dadurch die «Straßenlage» des Wagens. Erhöht wird dadurch allerdings auch der Sprintverbrauch. Als man die Motoreneinstellungen einiger Teams untersucht habe, sei klar geworden, dass gewisse extreme Mappings für kurze Zeit in der Qualifikation zum Einsatz gekommen seien. Diese seien dann gegen haltbarere Lösungen für das Rennen ausgetauscht worden, hieß es in der FIA-Mitteilung. Dies wird mit der jetzt gültigen und abgespeckten Variante verhindert.