Archivierter Artikel vom 11.03.2011, 13:08 Uhr

Feuz gewinnt Abfahrt – Keppler-Comeback: 35.

Kvitfjell (dpa) – Comeback für Stephan Keppler, großer Tag für Beat Feuz. Der Schweizer Außenseiter hat bei der Abfahrt im norwegischen Kvitfjell seine frühe Startnummer genutzt und sich seinen ersten Sieg im alpinen Ski-Weltcup gesichert.

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Comeback
Stephan Keppler kehrte in Kvitfjell in den Weltcup zurück.
Foto: DPA

Der 24-Jährige gewann mit 5/100 Sekunden Vorsprung vor dem kanadischen Weltmeister Erik Guay. Dritter wurde 0,11 Sekunden zurück der Österreicher Michael Walchhofer. Keppler startete praktisch gleich aus der Reha in den Wettkampf. Punkte gab es für seine tapfere Rückkehr zwei Monate nach dem Sturz in Wengen, der ihn die WM-Teilnahme gekostet hatte, nicht. Am Ende stand Rang 35 zu Buche.

Der Kampf um das Gesamtklassement gilt seit Wochen angesichts des riesengroßen Vorsprungs von Ivica Kostelic (Kroatien) als entschieden, dagegen bleibt es bei der Kleinen Kristallkugel in der Abfahrt weiter spannend. Hier liegt der Schweizer Didier Cuche, der am Freitag drei Wochen nach einer Daumen-OP Fünfter wurde, mit 424 Punkten vor Walchhofer (374 Zähler). Beide wollen die Trophäe zum vierten Mal.

«Ich will mir im Weltcup nicht viel Druck machen – aber die Abfahrts-Kugel ein viertes Mal zu gewinnen, wäre schon ein Traum», sagte der ehemalige Abfahrts-Weltmeister Walchhofer. Da hat Cuche naturgemäß etwas gegen. Der WM-Zweite von Garmisch haderte ein wenig mit der schlechter werdenden Sicht für die Favoritengruppe. «Es war sicherlich nicht mehr einfach, schnell zu fahren», befand der Schweizer. «Ich bin zufrieden, dass ich den Schaden gegen Michael Walchhofer im Weltcup in Grenzen gehalten habe.»

Gewinner des Tages war Feuz, der bei den Weltmeisterschaften vor einem Monat bei der Kombination nach der Abfahrt auf dem zweiten Platz gelegen hatte. Dort schied er im Slalom aus, diesmal durfte er sich freuen. «Mein bestes Resultat war bisher ein siebenter Rang. Ich weiß, dass ich derzeit schnell Ski fahre – aber dass es für den Sieg reicht, hätte ich mir nie gedacht. Warum ich so schnell war, weiß ich gar. Sicherlich hatte ich vorne auch Glück mit der Sicht», meinte der dreimalige Top-10-Fahrer.

Am folgenden Tag geht es auf der Olympia-Piste von 1994 weiter. Dann steht eine weitere Abfahrt auf dem Programm, zum Abschluss des letzten Wochenendes vor dem Weltcup-Finale auf der Schweizer Lenzerheide ist für den Sonntag ein Super-G angesetzt.