Archivierter Artikel vom 27.05.2011, 16:44 Uhr

Ferrari-Teamchef fürchtet nicht um seinen Posten

Monte Carlo (dpa). Stefano Domenicali fürchtet trotz des schwachen Saisonstarts von Ferrari nicht um seinen Posten als Teamchef.

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«Ich habe keine Angst, dass ich der Nächste bin», versicherte der Italiener bei einer Pressekonferenz am freien Tag beim Großen Preis von Monaco. «Ich kenne natürlich die Spielregeln. Es ist klar, dass ich in der Verantwortung stehe.»

Das italienische Formel-1-Team hatte am Dienstag als Konsequenz aus dem bislang enttäuschenden Abschneiden seinen Technischen Direktor Aldo Costa des Amtes enthoben und ihm neue Aufgaben innerhalb des Unternehmens übertragen. Domenicali rechtfertigte in Monte Carlo diesen Schritt. Emotional sei es eine sehr schwierige Entscheidung gewesen, weil er mit Costa jahrelang zusammengearbeitet habe. Aber die Trennung sei im Interesse des Teams erfolgt. Er verspreche sich von der neuen Struktur viele positive Effekte für die Zukunft. «Es ist klar, dass das keine Wirkung innerhalb von zwei Tagen zeigt», sagte Domenicali.

Pat Fry ist neuer Technik-Direktor der Scuderia. Laut Domenicali ist es kein Nachteil, dass der 47 Jahre alte Engländer über keine Erfahrung in dieser Position verfügt. Corrado Lanzone ist für die Produktion zuständig, Luca Marmorini für die Elektronik. Diese drei hätten andere Erfahrungen als Costa und er sei sicher, dass sich das auszahlen werde, sagte Domenicali.

Ferrari hatte im Vorjahr wegen eines strategischen Fehlers beim Finale den scheinbar sicheren WM-Titel für Fernando Alonso noch an Sebastian Vettel im Red Bull verloren. Vor Monte Carlo liegt Alonso (51) als WM-Fünfter 67 Punkte hinter Spitzenreiter Vettel (118). Felipe Massa (24 Zähler) ist abgeschlagen Achter.