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    Paris

    Fechterin Duplitzer will bei WM «ihr Ding machen»

    Britta Heidemann ist Olympiasiegerin, doch die deutsche Degen-Geheimwaffe bei den Weltmeisterschaften in Paris heißt Imke Duplitzer. «Ich will mein Ding machen und Spaß haben» - ideale Voraussetzungen für Erfolg.

    Stoßgebet
    Degenfechterin Imke Duplitzer hofft auf eine erfolgreiche WM.

    Kein Erwartungsdruck, kein selbst auferlegter Zwang, nach dem EM-Sieg im Juli in Leipzig im altehrwürdigen Grand Palais der französischen Hauptstadt ebenfalls Gold holen zu müssen: «Es ist alles drin, vom WM-Titel bis zum frühen Ausscheiden.»

    Die Frau mit dem Piratenkopftuch unter der Fechtmaske geht im Herbst ihrer Karriere locker-gelassen mit vielem um. Sie wirft Kusshändchen ins Publikum, verneigt sich, elegant wie ein Musketier, vor denen, die ihre Art des Fechtens mögen. Degen-Bundestrainer Piotr Sozanski ist aktuell voll des Lobes: «Ihre Begeisterung ist wieder da. Und mit dem EM-Titel von Leipzig hat Imke wieder Anschluss an die absolute Weltspitze gefunden.»

    Sie selbst nimmt Etliches weniger ernst als früher. «Heute hopp, morgen der Depp» - das ist Imke Duplitzers Einstellung zu den Unwägbarkeiten ihres Sports, wo oft nur ein Punkt über Wohl oder Wehe entscheidet wie etwa bei der EM in Sachsen, wo sie schon in der Runde der besten 32 auf Olympiasiegerin Heidemann traf - und im «Sudden Death» beim 8:7 den entscheidenden Treffer setzte. In Paris stellt sie sich auf ein munteres Geplänkel derer ein, die sich die WM-Krone aufsetzen wollen: «Da wird es schon einige Wundertüten geben.»

    Imke Duplitzer wird es nehmen, wie es kommt. Auch, weil sie ihr Leben abseits der Planche vielfältig gestaltet. Sie ist Botschafterin für Amnesty International: «Wir wollen Farbe bekennen und auch als Leistungssportler darauf aufmerksam machen, dass wir für Menschenrechte eintreten können.» Sie kümmert sich darum, das öffentliche Bewusstsein für die Risiken von Armut und sozialer Ausgrenzung zu stärken - Imke Duplitzer bringt sich ein.

    Und mittlerweile sie lehrt sogar Stars wie Schauspieler Orlando Bloom oder Christoph Waltz das Fechten: Für eine Neuverfilmung der «Drei Musketiere» suchte die Produktion einen Menschen, der es schafft, aus einem Laien dieser Sport jemanden zu so formen, dass es zumindest so aussieht, als ob er richtig Ahnung hätte - diese ungewöhnliche Aufgabe übernahm Imke Duplitzer.

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