Archivierter Artikel vom 18.07.2010, 09:40 Uhr

Fechten – notfalls bis zum «Sudden Death»

Leipzig (dpa). Wie lange dauert ein Gefecht? Notfalls bis zum «Sudden Death»: Der «plötzliche Tod» ist die ultimative Entscheidung, auch bei den Fecht-Europameisterschaften in Leipzig.

In der Vorausscheidung (Pool- oder Runden-System) wird drei Minuten gefochten. Sieger ist, wer als Erster fünf Punkte erzielt hat.

In der Direktausscheidung (K.o.-System) werden dreimal drei Minuten mit jeweils 60 Sekunden Pause gefochten. Sieger ist, wer zuerst 15 Punkte hat. Wenn die Zeit abgelaufen ist und Gleichstand herrscht, wird um eine Minute verlängert. Der nächste Treffer entscheidet («Sudden Death»).

In den Teamwettbewerben tritt jeder gegen jeden an (drei Fechter plus ein Ersatzfechter). Jedes Teilgefecht dauert drei Minuten. Gefochten wird als «Stafette»: Die beiden ersten Rivalen fechten auf fünf Treffer. Dieser Stand wird übernommen, dann wird gefochten, bis eine Mannschaft zehn Treffer hat. Das dritte Gefecht geht bis 15, das vierte bis 20 etc. Es gewinnt das Team, das zuerst 45 Treffer erzielt hat oder das bei Ablauf der Zeit in Führung liegt. Bei Ablauf der Gefechtszeit ist derjenige Sieger, der zu diesem Zeitpunkt führt.