Archivierter Artikel vom 02.09.2013, 19:05 Uhr

FC Schalke 04

Der Trainer: Jens Keller

Lesezeit: 2 Minuten
Gründungsdatum4. Mai 1904
AnschriftErnst-Kuzorra-Weg 1
45891 Gelsenkirchen
PostanschriftPostfach 20 08 61
45843 Gelsenkirchen
StadionVeltins-Arena (61 500 Plätze)
Vereinsfarbenblau-weiß
AufsichtsratsvorsitzenderClemens Tönnies
CheftrainerJens Keller (seit 16. Dezember 2012)
Mitglieder125 000
Größte Erfolge
Deutscher Meister1934, 1935, 1937, 1939, 1940, 1942, 1958
DFB-Pokal1937, 1972, 2001, 2002, 2011
Champions LeagueHalbfinale 2011
UEFA-Pokal1997
Internet www.schalke04.de
Twitter https://twitter.com/S04
Facebook https://www.facebook.com/S04
FC Schalke 04
Das Logo des Fußball-Erstligisten FC Schalke 04.
Foto: – DPA

Stehvermögen hat Jens Keller schon bewiesen. Als der weitgehend unbekannte Trainer die Königsblauen im Winter 2012 als Tabbellensiebter übernahm und die sportliche Misere zunächst aufhielt, wackelte er nach heftigen Attacken gegen seine Person. Doch Keller fand schließlich den Zugang zum Team und zum Erfolg. Als Dank darf der Coach den Verein in die neue Saison führen. Ihm zur Seite steht nun Peter Herrmann, langjähriger Co-Trainer von Jupp Heynckes. «Peter bringt viel Erfahrung mit und hat sehr erfolgreich gearbeitet. Mir würde reichen, wenn wir mit ihm das Double holen», schmunzelte der oft so nüchtern wirkende Keller.

Der Star: Julian Draxler

Der 19-Jährige begeistert die gesamte Bundesliga – und nicht zuletzt Bundestrainer Joachim Löw – mit seiner Technik, Übersicht und dem Drang zum Abschluss. Der torgefährliche Knappe, der Offerten anderer Spitzenvereine vom Tisch fegte und sich langfristig mit Schalke einigte, hat sich in der Liga schon jetzt behauptet und überrascht in jungen Jahren mit Führungsqualitäten. Dem enormen Druck hält der Spielmacher mit großem Potenzial und bescheidenem Gemüt bislang stand. Aufsichtsratsvorsitzender Clemens Tönnies ist von seinem Juwel begeistert: «Julian hat mir gesagt, dass er bei uns bleibt, obwohl er woanders 50 Millionen Euro verdienen kann. Das ist Schalke.»

Das Ziel: Champions League

Nach schwierigem Saisonverlauf gab man sich bei Schalke mit einem vierten Platz zuletzt zufrieden. Doch der Anspruch ist deutlich höher. Auch wenn der Rekordmeister aus dem Süden außer Reichweite scheint, will man sich doch an die Bayern annähern. Und das heißt klipp und klar: Ein Champions-League-Platz wird anvisiert. Die Mindestvorgabe von Manager Horst Heldt: «In der Bundesliga wollen wir wieder unter die ersten Vier und uns erneut für Europa qualifizieren.» Aber die ersten 17 Spiele der neuen Saison verliefen nicht immer nach dem Geschmack der Schalker. An Ende wurde es nur der siebte Platz – vier Punkte Rückstand auf den Platz vier.

Die Mannschaft: Doppelt besetzt

Der Druck auf vermeintlich etablierte Größen wurde erhöht. Top-Stürmer Klaas-Jan Huntelaar sitzt nun der Ex-Mainzer Adam Szalai im Nacken. In Leon Goretzka konnte zudem ein weiteres Top-Talent verpflichtet werden, der sich trotz Abiturstress Hoffnungen auf einen Stammplatz im Mittelfeld machen darf. «Wir haben uns optimal verstärkt und einen sehr guten Kader beisammen», sagt Keller über sein Team. Erheblich aufgewertet wurde der Kader noch einmal nach dem 3. Spieltag mit der Verpflichtung von Kevin-Prince Boateng vom AC Mailand.

Das Aufgebot:

Tor: 1* Ralf Fährmann, 34 Timo Hildebrand

Abwehr: 2 Tim Hoogland, 3 Jan Kirchhoff, 4 Benedikt Höwedes, 5 Felipe Santana, 6 Sead Kolasinac, 14 Kyriakos Papadopoulos, 22 Atsuto Uchida, 23 Christian Fuchs, 24 Kaan Ayhan, 32 Joel Matip

Mittelfeld: 7 Max Meyer, 8 Leon Goretzka, 9 Kevin Prince-Boateng, 10 Julian Draxler, 11 Christian Clemens, 12 Marco Höger, 15 Dennis Aogo, 17 Jefferson Farfán, 30 René Klingenburg, 33 Roman Neustädter, 40 Anthony Annan

Angriff: 19 Chinedu Obasi, 25 Klaas-Jan Huntelaar, 28 Adam Szalai

* Zahl ist jeweils die Rückennummer

(Stand: Februar 2014)