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    Gelsenkirchen

    FC Bayern zurück zu alter Dominanz

    Trotz des «Big Points» auf Schalke und der Annäherung an die Stärke früherer Jahre blieb Karl-Heinz Rummenigge vorsichtig und skeptisch.

    Siegesserie
    Der FC Bayern München hat auch das Spiel auf Schalke gewonnen.
    Foto: Friso Gentsch - DPA

    «Wir sind zufrieden mit der Tabellensituation, aber wir sind nicht wunschlos glücklich. Es ist noch eine lange Strecke», mahnte der Clubchef des FC Bayern München nach dem souveränen 2:0 (0:0). Selbst der beste Saisonstart in der bajuwarischen Bundesliga-Historie mit zwölf Punkten und einem Torverhältnis von 14:2 konnte Rummenigge nicht zum Überschwang verleiten. Dabei beträgt der Vorsprung des Spitzenreiters auf die vermeintlich stärksten Rivalen Schalke und BVB nach vier Spieltagen bereits fünf Zähler.

    «Wir hatten letzte Saison auch mal acht Punkte Vorsprung auf Dortmund - und wir wissen alle wie es ausgegangen ist», sagte Rummenigge und machte Schalke zu einem «Titelanwärter auf die Meisterschaft».

    Auch Jupp Heynckes sah zum Wiesn-Auftakt, bei dem die Münchner traditionell stark auftrumpfen, keinen Anlass für Euphorie. Gewohnt ruhig und sachlich analysierte der Bayern-Coach das «vor allem in der ersten Hälfte sehr intensiv geführte» erste Topspiel der Jubiläumssaison. «Vor der Pause hatte Schalke einen große Drangperiode. Da waren wir froh, als der Halbzeitpfiff kam.»

    Mit dem Doppelschlag von Toni Kroos (55.) und Thomas Müller (58.) war es dann schnell vorbei mit dem Selbstbewusstsein des Gastgebers, der nach dem Wechsel einbrach. Schalkes Trainer Huub Stevens missfiel, dass «wir nach dem 0:1 die Köpfe haben hängen lassen. Das darf nicht passieren.» So hatten die Münchner keine große Mühe, dasselbe Ergebnis einzufahren wie in den zwei Liga-Duellen des Vorjahres.

    «Die Bayern haben eindrucksvoll unter Beweis gestellt, dass sie der Topfavorit auf die Meisterschaft sind», räumte S04-Manager Horst Held ein und fügte etwas trotzig hinzu: «Wir haben nie gesagt, dass wir mit Bayern auf Augenhöhe sind.» Stevens sieht den Rekordmeister - in Bezug auf die Qualität des Kaders, Infrastruktur und finanziellen Möglichkeiten - ohnehin auf einer anderen Stufe: «Die Bayern sind uns noch ganz weit voraus.»

    Was nicht heißt, dass «Königsblau» nach dem guten Start mit fünf Pflichtspielsiegen und einem Remis in drei Wettbewerben nicht auf einen Coup gegen den Süd-Rivalen gehofft hatte. Die Bilanz nach 90 Minuten in der ausverkauften Arena war für Fans, Trainer und Spieler aber ernüchternd. «Wir dürfen nicht vergessen, dass wir gegen Bayern München gespielt haben, eine der besten Mannschaften Europas», befand Benedikt Höwedes. «Man hat gesehen, was in den Bayern steckt. Sie hatten gute Ballstafetten. Für uns war es teilweise schwer, überhaupt an den Ball zu kommen.»

    Neben dem Luxuskader, der Heynckes fast uneingeschränkte Optionen bietet, liegen die Gründe für Bayerns Dominanz im viel schnelleren und direkteren Spiel nach vorn und in einer sichereren Defensive. Und es «müllert» wieder. «Ich habe mich geärgert, weil ich in der ersten Hälfte den einen oder anderen Ball nicht stoppen konnte - als ob ich in der Kreisklasse spiele», meinte der Nationalspieler, der nach dem Wechsel dann zum Matchwinner avancierte. Zum 1:0 von Kroos legte er auf, das entscheidende 2:0 besorgte Müller nach feinem Solo selbst.

    Zwei Jahre ohne Zählbares haben bei den Bayern ganz offensichtlich die Sehnsucht nach Erfolgen geschürt. «Die Mannschaft ist hungrig, sie will etwas zeigen. Wir sind zwei Jahre ohne Titel, das ist kein schönes Gefühl. Wir wollen Titel holen», versicherte Arjen Robben. Kapitän Philipp Lahm will die Tabellenspitze bis zum Saisonende am liebsten nicht mehr abgeben: «Wir müssen unsere Leistung abrufen - dann wird es sehr schwer, uns zu verdrängen.»

    Nicht aus der Ruhe zu bringen war Manuel Neuer. Selbst die Pfiffe an alter Wirkungsstätte machten dem «abtrünnigen» Torhüter scheinbar nichts aus. In den wenigen kritischen Situationen war er zur Stelle. Zwei Distanzschüsse von Jefferson Farfán waren fast die einzigen Chancen der Schalker, die nach dem 0:1 seltsam mutlos agierten. Selbst Neuer war überrascht: «In der zweiten Häfte waren wir die klar bessere Mannschaft - das hat mich schon ein wenig gewundert.»

    Schalkes Spielmacher Lewis Holtby entschuldigte sich gar bei den eigenen Fans und gelobte Besserung für Dienstag (20.00 Uhr), wenn sein Ex-Club FSV Mainz 05 kommt: «Da werden wir eine Reaktion zeigen.»

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