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Düsseldorf

FC Bayern vor Umbau – Favre kehrt zurück

dpa

Der Tabellenführer verlor seinen Regisseur, der Verfolger seinen Torjäger. Die Spitzenteams aus München und Gelsenkirchen kehren geschwächt von der internationalen auf die nationale Fußball-Bühne zurück.

Verletzt
Bastian Schweinsteiger wird in der Hinrunde nicht mehr aktiv mitwirken können.
Foto: Andreas Gebert – DPA

Schwerer als das wohl nur kurzfristige Fehlen von Klaas-Jan Huntelaar beim FC Schalke wiegt der langfristige Ausfall von Bastian Schweinsteiger beim FC Bayern. Der am gebrochenen Schlüsselbein operierte Nationalspieler fehlt dem Rekordmeister nicht nur am Sonntag in Augsburg , sondern bis zum Ende der Hinrunde. «Der Ausfall ist sehr schwerwiegend», klagte Trainer Jupp Heynckes.

Nur wenige Stunden nach dem 3:2 in der Champions League über Neapel begannen die Diskussion, wie der Verlust kompensiert werden kann. Befürchtungen, dass der Spitzenreiter ohne Schweinsteiger seine bisherige Dominanz verlieren könnte, hegt Heynckes trotz des Wehklagens über die Blessur seines vielleicht wichtigsten Spielers nicht: «Der FC Bayern hat Alternativen. Deshalb bin ich der Meinung, dass wir das lösen werden», sagte er.

Anders als die Bayern können die Schalker auf eine schnelle Rückkehr ihres verletzten Leistungsträgers hoffen. Torgarant Huntelaar, der in bisher 19 Saisonspielen für seinen Club 21 Mal traf, ließ sich nach dem faden 0:0 gegen Larnaca in der Europa League eine Spezialmaske anpassen. Wegen der Schmerzen, über die der Niederländer nach seinem Nasenbeinbruch klagte, erscheint sein Einsatz bei Hannover 96 jedoch unwahrscheinlich.

Für zwei 96-er ist die Top-Partie des zwölften Spieltags gegen Schalke etwas Besonderes: Trainer Mirko Slomka und Mittelfeldspieler Christian Pander. Im Gegensatz zu seinem Coach trifft Pander erstmals auf seinen ehemaligen Club. Der Linksfuß hatte bei den Schalkern nach vielen Verletzungen keinen neuen Vertrag erhalten, trumpft in Hannover aber inzwischen regelmäßig auf. «Wir werden auf einen ganz besonders motivierten Pander treffen», sagte Schalke-Keeper Lars Unnerstall.

In Lucien Favre steht ein weiterer «Rückkehrer» am Wochenende im Mittelpunkt des Interesses. «Es war eine fantastische Zeit, die Stadt, der Verein, die Erfolge. Aber jetzt bin ich Trainer in Mönchengladbach, das ist die größte Herausforderung für mich», sagte der Borussen-Coach vor dem Duell bei Hertha BSC. Der in Gladbach wegen des furiosen Aufschwungs gefeierte Schweizer hatte 2009 in Berlin nach 27 Monaten den Laufpass erhalten.

Der Groll des Fußball-Lehrers über seinen unschönen Abschied aus Berlin ist verflogen. «Ich freue mich darauf, wieder nach Berlin zu kommen und dort viele Leute zu treffen, die ich aus meiner Zeit bei Hertha kenne», sagte Favre vor seinem ersten Aufeinandertreffen mit dem einstigen Arbeitgeber. Und auch bei Hertha-Manager Michael Preetz stehen die Zeichen auf Versöhnung. «Ich werde ihm im Stadion die Hand geben und ihn begrüßen», kündigte er via «B.Z.» an.

Anders als Bayern (25 Zähler), Schalke (21) und Mönchengladbach (20) treten Dortmund (20) und Bremen (20) vor heimischer Kulisse an. Diesen Vorteil wollen die beiden Verfolger nutzen, um sich in oberen Tabellenregionen zu etablieren. Nach dem 1:0 in der Champions League über Piräus legte sich beim BVB die Aufregung über die angeblichen Wechselgelüste von Jungstar Mario Götze. Trainer Jürgen Klopp reagierte vor dem Spiel gegen Wolfsburg gelassen auf entsprechende Medienberichte: «Wir wissen von Mario und seinem Berater, dass sie keinen Gedanken an einen Wechsel verschwenden.»

Die punktgleichen Bremer könnten mit einem Heimsieg über den 1. FC Köln Boden gutmachen. Zur Freude von Trainer Thomas Schaaf steht Claudio Pizarro zur Verfügung. Der wichtigste Werder-Angreifer, der sich beim Sieg in Mainz am Fuß verletzt hatte, konnte am Donnerstag erstmals in dieser Woche mit der Mannschaft trainieren.

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