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Farfan schießt Schalke 04 in zweite Pokalrunde

Aalen (dpa). Jefferson Farfan hat den FC Schalke 04 gegen den VfR Aalen vor einer unangenehmen Überraschung bewahrt und den vierfachen Cup-Gewinner in die zweite Runde des DFB-Pokals geschossen.

Jubeltraube
Jefferson Farfan (M.) wird nach dem 2:0 von seinen Mitspielern geherzt.

Der Offensivmann aus Peru, dessen Einsatz wegen Sprunggelenksproblemen lange fraglich war, erzielte zum Abschluss der Auftaktrunde beim 2:1 (1:0)-Erfolg beide Tore (42./46. Minute) für den Fußball-Bundesligisten gegen die zwei Spielklassen tiefer eingestuften Schwaben.

Sprint
Jefferson Farfan (l) und Tim Bauer im Duell um den Ball.

Vor 13 452 Zuschauern in der ausverkauften Scholz-Arena taten sich die ohne ihren Superstar Raul angetretenen Schalker aber schwerer als erwartet und mussten bis zum Ende bangen. Tim Bauer sorgte mit einem verwandelten Foulelfmeter (82.) für Spannung. Christoph Metzelder hatte zuvor Elia Soriano zu Fall gebracht.

Treffer
Der Schalker Jefferson Farfan (l) feiert mit Ivan Rakitic seinen ersten Treffer.

Ein Zwischenspurt kurz vor und nach der Pause reichte Schalke gegen den wegen Platzverweises dezimierten Drittliga-Aufsteiger. Trainer Felix Magath war das nicht genug. «Ich denke, man hat gesehen, dass es in der Offensive nicht reicht ohne Raul und andere Offensivkräfte. Da sind wir zu harmlos», monierte der Coach. «Deswegen haben wir nur 2:1 gewonnen.» Aber: «Darum geht es im Pokal, das hat die Mannschaft erreicht», sagte er.

Gefällt
Schalkes Jermaine Jones wird von Andreas Schön gefoult. Der Aalener sieht Rot.

Fast 70 Minuten musste Aalen in Unterzahl spielen. Schiedsrichter Deniz Aytekin wertete das Foul von Andreas Schön (18.) an Rückkehrer Jermaine Jones, der erstmals seit Mai 1990 wieder in einem Pflichtspiel dabei sein konnte, als Notbremse und zückte Rot. «Wir haben ein richtig gutes Spiel gemacht. Wir haben gut gekämpft, das war ein geiles Spiel. Wir können laufen, kämpfen haben Herz», sagte Aalens Torschütze Bauer.

Chef
Schalkes Trainer Felix Magath beobachtet das Spiel seines Teams.

Die wackeren, jungen Schwaben (Altersdurchschnitt 22,6 Jahre) hatten sogar zunächst die besseren Chancen. Robert Lechleiter, einziger VfR-Akteur mit Bundesliga-Erfahrung, scheiterte an Nationaltorwart Manuel Neuer (5.), kurz nach dem Platzverweis verfehlte ein Heber des früheren Rostockers das Ziel (22.), auch ein Kopfball von Marco Grüttner (28.) flog vorbei. Und von Schalke: kam noch zu wenig. Deutlich war zu spüren, dass der Wunsch von Trainer Felix Magath nach einem kreativen Mittelfeldmann berechtigt ist.

Abgeschirmt
Der Chinese Junmin Hao (l) von Schalke und Ralf Kettemann im Zweikampf.

In Aalen verzichtete Magath auf Superstar Raul, der rechtzeitig vor dem Ligastart am Samstag beim Hamburger SV sein Trainingsdefizit aufholen soll. Bundesliga-Aufsteiger Erik Jendrisek vertrat den Weltstar lediglich leidlich. Real-Rückkehrer Metzelder stand in der Anfangsformation, wurde wenig gefordert, war vor seinem Strafstoßfoul kurz vor Schluss aber zu langsam.

Kurz vor der Pause drehte Schalke auf. Farfans Volley (40.) strich noch am Tor vorbei. Kurz darauf zielte der Peruaner besser. Beinahe hätte Ivan Rakitic sogar noch vor der Pause erhöht, sein Freistoß (44.) landete aber am Pfosten. Im zweiten Abschnitt brauchte Schalke nur 48 Sekunden, um für die Vorentscheidung zu sorgen. Eine Flanke des eingewechselten Lukas Schmitz köpfte der 25-Jährige ein. «Er ist ein Riesenspieler keine Frage, er könnte mehr Tore schießen. Ich würde mich nicht nur auf ihn verlassen», sagte Magath.

Während VfR-Trainer Rainer Scharinger sein Jugend-Idol Magath mit einem in der Halbzeitpause angekündigten «taktischen Konzept» noch überraschen wollte, hatte sich der Schalke-Coach schon wieder für Personalexperimente entschieden. Neben Schmitz wurde auch Marco Quotschalla aus der 04-Reserve eingewechselt und kam so zu seinem Pflichtspieldebüt im A-Team. Die Aalener Gegenwehr war durch das zweite Tor gebrochen. Schalkes Sieg geriet nach dem Elfmeterschreck nicht mehr ernsthaft in Gefahr.

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