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    Falschgeld am Arbeitsplatz: fristlose Kündigung

    Hamm/Berlin (dpa/tmn) - Ein Arbeitnehmer, der an seinem Arbeitsplatz Geld gegen falsche Scheine austauscht, muss mit einer fristlosen Kündigung rechnen. Das geht aus einem Urteil des Landesarbeitsgerichts Hamm (Aktenzeichen: 17 Sa 537/10) hervor.

    In diesem Fall hatte eine städtische Mitarbeiterin Blüten in die von ihr verwaltete Gebührenkasse gelegt. Bei einer Kassenprüfung kam heraus, dass 650 Euro von 828 Euro Falschgeld waren - alle aus einer Quelle. Der Arbeitgeber verdächtigte die Mitarbeiterin daraufhin und kündigte ihr fristlos. Die Klägerin gestand vor Gericht zwar ein, die Scheine ausgetauscht zu haben. Sie verteidigte sich aber damit, ihr sei nicht bewusst gewesen, dass die Scheine aus ihrem Besitz, die sie in die Kasse gelegt hatte, Falschgeld gewesen seien.

    Die Richter gaben der Kündigung statt. Sie sei als sogenannte Verdachtskündigung wirksam. Die Indizien machten die Klägerin dringend verdächtig, das Geld bewusst ausgetauscht zu haben. Vor allem weil die gefälschten Scheine sofort als solche erkennbar seien - Vorder- und Rückseite waren zusammengeklebt. Auf das Urteil weist die Deutsche Anwaltauskunft in Berlin hin.

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