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Johannesburg

Fall Semenya: Südafrikas NOK entzieht Chuene Ämter

dpa

Die Semenya-Affäre hat für Südafrikas suspendierten Leichtathletik-Chef Leonard Chuene ein unwürdiges Ende genommen. Das Nationale Olympische Komitee der Kap-Republik (SASCOC) entband den 58-Jährigen von all seinen Funktionen.

Chuene darf bis Februar 2018 keine Ämter im Sport mehr ausüben. Auch die Präsidiumsmitglieder im Leichtathletik-Verband ASA, Kakata Mopanyane und Simon Diamini wurden sanktioniert: Sie dürfen für fünf beziehungsweise drei Jahre nicht mehr als Sportfunktionäre aktiv werden.

Chuene hatte Südafrikas 800-Meter-Weltmeisterin Caster Semenya bereits vor der WM 2009 in Berlin ohne ihr Wissen einem Geschlechtstest unterziehen lassen. Außerdem setzte er sich über die Empfehlung seines Teamarztes hinweg, der für eine Nichtteilnahme der Mittelstreckenläuferin an der WM plädiert hatte.

Das SASCOC warf Chuene außerdem finanzielle Unregelmäßigkeiten und eine schlechte Amtsführung vor. Als ASA-Präsident war er bereits im November 2009 suspendiert worden. Weil die drei Funktionäre nicht zu einer Anhörung vor dem Disziplinarausschuss erschienen, wurden die Sanktionen in deren Abwesenheit verkündet.

Die vor zwei Jahren aus dem Nichts kommende Semenya hatte in Berlin in der Weltklassezeit von 1:55,45 Minuten WM-Gold über 800 Meter gewonnen und die Leichtathletik-Welt in Staunen versetzt. Die Affäre zog dann weltweit Kreise und löste völlig unterschiedliche Reaktionen aus. Seit Juli 2010 darf Semenya wieder an internationalen Wettkämpfen teilnehmen; am 15. Juli 2010 gab sie ihr Comeback. Am 7. Januar feierte sie ihren 20. Geburtstag.

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