Antholz

Vor Biathlon-WM

Ex-Weltmeister Lesser: So will ich nicht aufhören

Für Biathlet Erik Lesser ist trotz seiner bisher enttäuschenden Saison ein Karriereende keine Option.

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Erik Lesser
Will trotz einer schwachen Saison nicht seine Karriere beenden: Erik Lesser.
Foto: Johan Axelsson/Bildbyran via ZUMA Press/dpa

„Klar, man denkt am Anfang schon mal: So einen Quatsch musst du dir jetzt nicht mehr antun und du beendest einfach deine Karriere. Aber so will ich natürlich auch nicht aufhören, denn ich weiß, dass ich noch mehr kann“, sagte der Ex-Weltmeister im Interview der „Berliner Zeitung“.

Der 31-Jährige hatte auch wegen Verletzungsproblemen in der Saison bisher schwache Leistungen abgeliefert. Deswegen verlor er seinen Weltcup-Startplatz und wurde er in den zweitklassigen IBU-Cup versetzt. „Dieses Jahr ist es jetzt einfach so. Ich habe damit null Probleme. Ich bin ja nicht der Erste, der aus dem Weltcup dorthin wechselt, weil er eine schlechte Phase hat“, sagte der Thüringer.

Lesser, der seit 2013 bei jedem Großereignis im Team und etatmäßiger Staffel-Startläufer, hatte im letzten Rennen vor der WM mit Rang 14 im Massenstart von Pokljuka die halbe Norm erfüllt – es war sein mit Abstand bestes Saisonresultat. Bei der WM in Antholz ist er auch ohne Norm dabei, aber erst in der kommenden Woche. Er kann auf einen Start in der Single-Mixed und Männer-Staffel hoffen, für die Einzelrennen ist er keine Option. Zuvor startet er noch beim IBU-Cup in Martell/Italien.

Mit Philipp Nawrath (27) und Philipp Horn (25) sind zwei jüngere Biathleten deutlich stärker als Lesser in dieser Saison. Das hat er akzeptiert. „Ein Generationswechsel ist gut für unseren Sport und unsere Mannschaft. Jetzt haben die Jüngeren eine Chance und können sich zeigen. Da müssen wir Älteren auch einfach einsehen, dass es Bessere gibt“, sagte Lesser.