Extrem leicht, vernetzt und smart – Carbon-E-Bike Urtopia

Soll sich ein E-Bike von der Masse abheben, ist mehr als nur ein Elektroantrieb gefragt. Urtopia aus Honkong hat für deshalb für sein Caborn-E-Bike gleich eine Vielzahl smarter Lösungen integriert.

Von Mario Hommen/SP-X
Beim Carbon-E-Bike Urtopia wird auf ein durchgehendes Sattelrohr verzichtet
Beim Carbon-E-Bike Urtopia wird auf ein durchgehendes Sattelrohr verzichtet

SP-X/Hongkong. Urtopia heißt eine neue E-Bike-Marke aus Hongkong, die mit ihrem gleichnamigen Carbon-Bike ein optisch wie technisch in mehreren Punkten spannendes Pedelec anbietet. Derzeit ist das sportlich gezeichnete und dank viel Carbon leichte Stadt-Pedelec über die Crowdfunding-Plattform Indiegogo zum Preis von 2.000 Euro bestellbar.

Das Urtopia ist vor allem für den urbanen Einsatz gedacht
Das Urtopia ist vor allem für den urbanen Einsatz gedacht

Eine Besonderheit des Urtopia ist sein vollständig aus Carbon gefertigte Rahmen, bei dem das Sattelrohr auf dem Weg zum Tretlager in die Sattelstrebe übergeht. Ein durchgehend senkrechtes Rohr gibt es also nicht mehr. Kabeln und Leitungen sind ins Rahmeninnere verlegt. Auch Vorderradgabel, Sattelstütze und Lenker bestehen aus dem Leichtbaumaterial. Trotz E-Antrieb soll das Bike nur 13 Kilogramm wiegen.

Mit nur 13 Kilogramm ist das Urtopia wesentlich einfacher im Alltag zu handeln als viele andere Pedelecs
Mit nur 13 Kilogramm ist das Urtopia wesentlich einfacher im Alltag zu handeln als viele andere Pedelecs

Elektrisch unterstützt wird der Fahrer von einem 250-Watt-Nabenmotor im Hinterrad, der mit Gates-Riemen mit dem Pedelantrieb verbunden ist. Eine Gangschaltung gibt es nicht, dafür kann der Nutzer zwischen den vier Unterstützungsmodi Eco, Comfort, Sport und Turbo wählen. Wie bei Pedelecs üblich, wird bis maximal 25 km/h unterstützt. Die im Unterrohr integrierte 360-Wh-Batterie erlaubt 50 bis 130 Kilometer Reichweite. Die Ladezeit fällt mit 2,5 Stunden kurz aus.

Am Lenker bietet das Urtopia einen Sensor, der den Fingerabdruck lesen kann
Am Lenker bietet das Urtopia einen Sensor, der den Fingerabdruck lesen kann

Eine Besonderheit ist das im Lenkervorbau mittig integrierte Dot-Matrix-Display, das unter anderem Geschwindigkeit, Akkustand und Unterstützung anzeigt. Außerdem kann der Fahrer auf der grob auflösenden Anzeige auch Hinweise der GPS-Navigation ablesen. Mit einer eSIM-Card ist das Bike jederzeit mit dem Internet verbunden, was auch Over-the-Air-Updates ermöglichen soll. Darüber hinaus lässt sich das Fahrrad mit dem Smartphone verbinden. Über eine entsprechende App kann sich der Nutzer den aktuellen Standort des Bikes anzeigen lassen, außerdem wird er über Diebstahlversuche informiert, denn dank gyroskopischer Sensoren erkennt das Bike diese. Weitere smarte Lösungen sind ein Voice-Control-System sowie ein Fingerabdruck-Lesegerät, mit denen sich der rechtmäßige Nutzer identifiziert. Schließlich soll das Urtopia dank integriertem Radar von hinten ankommende Autos erkennen und gegebenenfalls mit Vibrationen im Lenker waren.

Das Urtopia bietet vorn wie hinten hydraulische Scheibenbremsen im Wave-Design
Das Urtopia bietet vorn wie hinten hydraulische Scheibenbremsen im Wave-Design

Für einen problemlosen Alltagseinsatz bietet das Urtopia eine integrierte LED-Lichtanlage, Reifen mit Pannenschutz sowie hydraulische Scheibenbremsen. Schutzbleche sind optional bestellbar.

Die im Rahmen integrierte 360-Wh-Batterie ist herausnehmbar
Die im Rahmen integrierte 360-Wh-Batterie ist herausnehmbar

Derzeit wird das Urtopia über Indiegogo für Kunden in Europa für 2.000 statt der später regulären 4.000 Euro vertrieben. Der Preis enthält Steuern und Versand sowie die Kosten der e-SIM-Karte für ein Jahr im Voraus. Kunden können zwischen verschiedenen Farbdesigns und zwei Rahmengrößen wählen.

Optisch ein Highlight ist das schick im Vorbau integrierte Dot-Matrix-Display
Optisch ein Highlight ist das schick im Vorbau integrierte Dot-Matrix-Display
Mario Hommen/SP-X