Archivierter Artikel vom 07.10.2014, 16:55 Uhr
Moskau

EVA: Alexander Gerst als dritter Deutscher im freien All

Alexander Gerst ist der dritte Deutsche, der ins Weltall aussteigt. „EVA“, Extra Vehicular Activity heißt das in der Raumfahrersprache. Der Astronaut soll defekte Geräte der Raumstation reparieren.

Alexander Gerst (r) und US-Astronaut Reid Wiseman installieren ein Pumpen-Modul. In ihrem insgesamt etwa sechs Stunden dauernden Weltraum-Ausflug, der kein Spaziergang ist, haben sie noch einiges zu schrauben…

NASA-TV via dpa

Surfin space.

NASA-TV via dpa

Alexander Gerst und Reid Wiseman (USA) während ihres Raum-„Spaziergangs“.

NASA/dpa

Auch in Unterwäsche echt „spaßig“: Alexander Gerst.

NASA/dpa

Alexander Gerst bereiter sich auf seinen Außenbordeinsatz vor.

NASA/dpa

In voller Montur klar zum Ausstieg.

NASA/dpa

Alexander Gerst hat dieses Foto vom Roboterarm an der ISS aufgenommen.

NASA/dpa

Um diesen und ähnliche Ausblicke auf unseren Planeten muss man den deutschen Astronauten beneiden. Gerst nahm dieses Foto am 16. September auf. Man sieht den letzten Rest von Sonnenlicht als blauen Streifen links. Darüber ein gelbes Glühen: Reflektionen des Sonnenlichts in der Atmosphere. Im Vordergrund die Raumstation ISS.

NASA/dpa

Die grüne Aurora entsteht, wenn Sonnenwind (Partikel von der Sonne) die Erdatmosphäre treffen.

NASA/dpa

Florida bis Louisiana, aufgenommen in der Dämmerung von US-Astronaut Reid Wiseman am 16. September.

NASA/dpa

Der Krater eines Meteors nahe Winslow, Arizona, USA. Aufgenommen am 23. August von Alexander Gerst von Bord der ISS aus.

NASA/dpa

Der Nil, aufgenommen am 22. Juli von Alexander Gerst.

NASA/dpa

Alexander Gerst nahm am 22. Juli die Insel Guadalupe aus 400 Kilometern Höhe – der Flugbahn der ISS – auf.

NASA/dpa

stronaut Alexander Gerst beantwortet am 22.August an Bord der Internationalen Raumstation ISS Fragen via NASA TV.

NASA/dpa

Vor ihm arbeiteten Thomas Reiter (2006) und Hans Schlegel (2008) mehrere Stunden lang außerhalb der Internationalen Raumstation ISS. Ein Außenbordeinsatz gilt als anstrengend und gefährlich, da sich Astronauten aus der schützenden Hülle der Raumstation in die lebensfeindliche Umgebung des Weltalls begeben. Anders sind aber bestimmte Montagearbeiten oft nicht zu erledigen.

In der Regel steigen zwei Raumfahrer zusammen aus, gesichert sind sie durch eine Leine. Für den Notfall tragen Astronauten auch einen Raketentornister (“Safer„), der sie zum Raumschiff zurück manövrieren kann. Trainiert wird ein Außenbordeinsatz meist unter Wasser in einem Tauchbecken.

Der erste „Aussteiger“ war Alexej Leonow

Als erster Raumfahrer stieg der Russe Alexej Leonow 1965 in den Kosmos aus. Seit Inbetriebnahme der ISS 1998 gab es fast 200 Außenbordeinsätze an der Raumstation. Einen davon absolvierte Thomas Reiter – als erster Deutscher. “Schaut man auf die Erde, ist der Anblick für jede Sekunde fesselnd. Blickt man in die andere Richtung, bekommen die Farbe Schwarz und die überwältigende Anzahl von Sternen eine völlig neue Bedeutung", schilderte Reiter später im Gespräch mit der Nachrichtenagentur dpa seine Eindrücke.

dpa