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    Tartu

    Estlands Nummer zwei – Tipps für einen Besuch in Tartu

    Tartu hat viele Sehenswürdigkeiten, die etwas anders sind. Die älteste Stadt im Baltikum und die zweitgrößte Estlands braucht sich nicht zu verstecken. Sieben Tipps für einen Kurzbesuch:

    Vogelperspektive auf Tartu
    Tartu aus der Luft - die Universitätsstadt im Süden Estlands ist viel kleiner als Tallinn, muss sich dahinter aber nicht verstecken.
    Foto: Enterprise Estonia - dpa

    Tartu (dpa/tmn). Tartu hat viele Sehenswürdigkeiten, die etwas anders sind. Die älteste Stadt im Baltikum und die zweitgrößte Estlands braucht sich nicht zu verstecken. Sieben Tipps für einen Kurzbesuch:

    Der Große Markt in Tartu
    Vor dem Rathaus erstreckt sich der belebte Große Markt mit Restaurants und Cafés. In seinem Zentrum befindet sich der Brunnen mit der Skulptur «Küssende Studenten».
    Foto: Enterprise Estonia/J. Nilson - dpa

    Das Rathaus:

    Tartus Rathaus
    Das Rathaus von Tartu stammt aus dem 18. Jahrhundert und zählt zu den sehenswertesten Gebäuden der Stadt.
    Foto: Enterprise Estonia - dpa

    Urmas Klaas war zwei Legislaturperioden Abgeordneter im estnischen Parlament. Jetzt hat er einen noch schöneren Arbeitsplatz: Tartu hat ein Rathaus aus dem späten 18. Jahrhundert, das zu den schicksten Gebäuden der Stadt gehört. Um es zum perfekten Hingucker zu machen, ist es auch noch rosa.

    Statue in Tartu
    Und Küsschen! Die dauerknutschenden Studenten auf dem Rathausplatz von Tartu sind ein beliebtes Fotomotiv.
    Foto: Enterprise Estonia - dpa

    Der Marktplatz:

    Die Bogenbrücke in Tartu
    Bei den Studenten von Tartu gilt es als Mutprobe über die geschwungene Bogenbrücke zu klettern.
    Foto: Visit Tartu/Jaak Nilson - dpa

    Vor dem Rathaus erstreckt sich der Große Markt mit etlichen Restaurants und Cafés. Und was ist das? Umarmen sich da zwei? Genau. Tartus modernes Wahrzeichen ist ein Brunnen mit der Skulptur «Küssende Studenten», die knutschend unter einem Schirm stehen und nicht voneinander lassen können. Seinen Platz vor dem Rathaus hat das Kunstwerk seit 1998 und gehört inzwischen zu den beliebtesten Fotomotiven der Stadt.

    Treffpunkt Pigorow-Park
    Abhängen im Pigorow-Park - er liegt gleich hinter dem Rathaus und ist besonders bei Studenten angesagt.
    Foto: Tartu City Government/Malev Toom - dpa

    Die Bogenbrücke:

    Die Universität in Tartu
    Tartu bei Nacht - das Universitätsgebäude mit seiner beeindruckenden Fassade ist dann immer noch ein Hingucker.
    Foto: Enterprise Estonia - dpa

    Die küssenden Studenten auf dem Großen Platz wirken oft inspirierend, manche Nachahmer übertreiben es aber. So wie das Paar, das 2007 auf die nahe Bogenbrücke kletterte. Das Pärchen beließ es nicht dabei und auch nicht beim Knutschen. Ein Foto der beiden beim Liebesspiel landete prompt in den Medien. Die Aufregung war groß, und die Bogenbrücke ist seitdem noch ein bisschen berühmter.

    Ehemaliger Karzer der Uni Tartu
    Im dritten Stock der Universität von Tartu kann heute der Karzer besichtigt werden. Dort wurden früher Studenten eingesperrt, die sich nicht an die Regeln halten wollten.
    Foto: Visit Tartu/Uku Peterso - dpa

    Der Pigorow-Park:

    Studenten und Dozenten in Tartu
    Wer guckt denn da aus dem Fenster? Es sind die bei Tartus Studenten beliebtesten Dozenten, die für die Fotos posieren durften.
    Foto: Visit Tartu/Meelis Lokk - dpa

    Gleich hinter dem Rathaus liegt ein Park, der nach Nikolai Pigorow benannt und bei Studenten ausgesprochen angesagt ist - vor allem weil es der einzige Platz in Tartu ist, an dem in der Öffentlichkeit Alkohol getrunken werden darf. Das lassen sich viele Studenten nicht zweimal sagen.

    Johanneskirche in Tartu
    Die Johanneskirche ist ein typisches Beispiel für die Backsteingotik - und ist ein Stück Architekturgeschichte Tartus.
    Foto: Enterprise Estonia/J. Nilson - dpa

    Die Universität:

    Der Antoniushof in Tartu
    Im Antoniushof sind viele kreative Köpfe zu Hause - auf der Bühne im Innenhof wird im Sommer regelmäßig Theater gespielt und Musik gemacht.
    Foto: Tartu City Government/Rein Toom - dpa

    Nikolai Pigorow war Chirurg und Anatomieprofessor an der Universität der Stadt. Dessen Hauptgebäude liegt nur drei Minuten zu Fuß entfernt und macht dem Rathaus mit seiner breiten klassizistischen Front samt sechs eindrucksvoller Säulen Konkurrenz. Allerdings ist es nicht rosa, sondern leuchtend weiß und stammt aus dem frühen 19. Jahrhundert. Innen können die Aula und das Kunstmuseum der Unimit seiner Sammlung antiker Skulpturen besichtigt werden. Und der Karzer oben im dritten Stock. Dort wurden in Zeiten, als harte Strafen noch an der Tagesordnung waren, Studenten eingesperrt, die sich nicht an die Regeln halten wollten.

    Das Johannesviertel:

    Es ist das älteste Wohnviertel der Stadt. Seinen Namen hat es von der Jaani Kirik, der frühgotischen Johanneskirche aus dem 14. Jahrhundert. Berühmt war die Kirche für ihre vielen Terrakottafiguren: Rund 2000 sollen es gewesen sein, eine gigantische Zahl. Noch immer sind viele davon erhalten, etliche wurden rekonstruiert. Und das obwohl die Kirche im Zweiten Weltkrieg zur Ruine wurde - der jahrelange Wiederaufbau dauerte bis 2005.

    Der Antonius-Hof:

    Kreative Köpfe waren im Antonius-Hof schon seit dem Mittelalter zu Hause. Handwerker hatten hier ihre Werkstätten. Heute sind dort zum Beispiel Designer, ein Schuhmacher, ein Töpfer und ein Kürschner eingezogen. Auf der Bühne im Innenhof wird im Sommer regelmäßig Theater gespielt, Musik gemacht und gefeiert. Auch das ist typisch für Tartu - wenn es um Kunst und Literatur geht, ist die Stadt Estlands Nummer eins.

    Kunstmuseum im Hauptgebäude der Universität (eng./estn.)

    Johanneskirche (estn.)

    Tourismusinformationen zu Tartu (eng.)

    Antonius-Hof (estn.)

    Touristische Informationen zu Südestland (eng./estn./russ.)

    Flughafen Tallinn (estn.)

    Tartu

    Reiseziel: Tartu liegt knapp 190 Kilometer südöstlich von Tallinn und ist die zweitgrößte Stadt Estlands. In die lettische Hauptstadt Riga sind es 210 Kilometer. St. Petersburg ist 330 Kilometer entfernt.

    Anreise: Flüge aus Deutschland gibt es in die estnische Hauptstadt Tallinn. Ab Frankfurt am Main dauert es rund zweieinhalb Stunden. Busse zwischen Tallinn und Tartu pendeln tagsüber fast jede halbe Stunde, die Fahrt dauert etwa 2,5 Stunden.

    Geld: Estland gehört seit 2004 zur EU und hat auch den Euro eingeführt.

    Übernachtungen: Es gibt Dutzende von Hotels, viele davon auch im Stadtzentrum oder direkt in der Altstadt. Darunter sind einige, in denen die Preise an die 200 Euro pro Nacht reichen können. Aber auch für die Hälfte sind Hotelzimmer problemlos zu finden. Die Preise für einfachste Zimmer beginnen bei 15 Euro.

    Informationen: Tartu Visitor Centre, Tel.: 00372/744/21 11, E-Mail: info@visittartu.com.

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