Archivierter Artikel vom 09.08.2021, 13:07 Uhr

Es darf nur einen geben – Sieben Tipps für einen sicheren Schulweg

In den ersten Bundesländern fängt die Schule nun wieder an. Für viele Sechsjährige und deren Eltern bedeutet das neue tägliche Herausforderungen.

Der Schulweg sollte mit Erstklässlern sorgfältig geüber werden
Der Schulweg sollte mit Erstklässlern sorgfältig geüber werden

SP-X/Köln. Die ersten Gänge zur Schule sind nicht nur für Erstklässler aufregend, sondern auch für ihre Eltern. Bei Beachtung dieser sieben Tipps meistern beide Seiten die neue Aufgabe sicher und souverän.

Üben, üben, üben:

Wiederholung hilft immer beim Lernen. Wer schon vor der Einschulung den künftigen Weg ein paar Mal abgeht, gewinnt Sicherheit. Das gilt sowohl für die Kinder als auch für die Eltern, bei denen das Zutrauen in die Fähigkeiten des Nachwuchses zunimmt. Unterwegs lassen sich gemeinsam knifflige Stellen identifizieren und Regeln für ihr Passieren absprechen.

Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser:

Viele Eltern begleiten ihre Kinder die ersten Tage und Wochen vorsichtshalber auf dem Weg zur Schule. Oft vor allem aus eigener Sorge. Wer nicht direkt neben dem I-Dötzchen läuft, sondern ihm aus einiger Entfernung folgt, fühlt sich genauso sicher und lässt dem Nachwuchs mehr Verantwortung. Eventuelles Fehlverhalten im Verkehr kann am Abend besprochen werden.

Vorbild sein:

Wer selbst bei Rot über die Ampel geht oder ohne zu schauen auf die Straße tritt, kann von seinem Kind kein besseres Verhalten erwarten. Vor allem auf dem Schulweg sollten sich Eltern daher so verhalten, wie sie es sich von den Kindern erwarten. Auch, wenn das Umwege und Zeitverlust bedeutet.

Es gibt nur einen Weg:

Die meisten Kommunen haben einen Schulwegplan, aus dem sich die individuell beste beziehungsweise sicherste Route ermitteln lässt. Auch wer davon abweicht, sollte eine feste Strecke festlegen, auf der das Kind jeden Tag bleibt. So verläuft sich niemand oder gerät in unübersichtliche, nicht geübte Verkehrssituationen.

Ein Plan für alle Fälle:

Was ist, wenn ich mich doch verlaufe? Oder den Schulbus verpasse? Oder wenn die Schule später anfängt als gedacht? Alle diese Eventualitäten sollten mit dem Kind durchgesprochen werden. Dann weiß es im Notfall, wie es sich verhält und an wen es sich eventuell um Hilfe wenden kann. Auch ein Zettel mit der Telefonnummer der Eltern im Tornister kann hilfreich sein.

Rechtzeitig los:

Bei der Planung des Zeitbedarfs ist ausreichend Spielraum zu berücksichtigen. Und zwar im Wortsinn: Denn selbst wenn das Kind an der Eltern-Hand zügig und motiviert zur Schule läuft, ist es ohne die Überwachung von Mama oder Papa aller Voraussicht nach deutlich langsamer unterwegs. Vor allem, wenn es noch Schulkameraden aufgabelt.

Richtig gekleidet ist sicherer:

An vielen Schulen erhalten Kinder für den Weg zum Unterricht Gratis-Warnwesten. Doch die schaffen es häufig nicht durch die dunkle Jahreszeit, weil sie entweder vorher verloren gehen oder plötzlich „uncool“ sind. Schultaschen und Anziehsachen sollten daher von Anfang an zusätzlich mit Reflektoren ausgestattet sein und in möglichst hellen Farben gewählt werden.

Holger Holzer/SP-X