Archivierter Artikel vom 17.09.2010, 12:18 Uhr

Erste Hilfe geht bei Kleinkindern anders

Berlin (dpa/tmn). Für die Erste Hilfe bei Kleinkindern gelten einige besondere Regeln: Säuglinge dürfen nicht in die stabile Seitenlage gebracht werden, wenn sie bewusstlos sind. Darauf weist die Johanniter-Unfallhilfe in Berlin hin.

Der Helfer muss das Kind stattdessen auf den Bauch legen, den Kopf zur Seite drehen und den Mund öffnen. Bei einem Atemstillstand werden Mund und Nase außerdem gleichzeitig beatmet. Und für die Herzdruckmassage reichen zwei Finger. Kleinkinder seien generell verletzungsanfälliger als Erwachsene und müssen darum im Notfall anders behandelt werden, sagt Reinhard Beyer, Leiter des Johanniter-Ausbildungszentrums in Berlin. Das Lungenvolumen sei kleiner, und die Knochen seien noch nicht so stark. Wer bisher nur einen einfachen Erste-Hilfe-Kurs gemacht hat, sollte sich aber nicht abschrecken lassen: «Es ist wichtiger, die bereits bekannten Maßnahmen anzuwenden, als aus Angst vor Fehlern überhaupt nichts zu tun.»