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    «Ernüchternd»: Deutsche Abfahrer zu langsam in Gröden

    Wieder mal zu langsam für Spitzenfahrer wie Tagessieger Erik Guay aus Kanada - diese Erkenntnis sorgte bei den deutschen alpinen Abfahrern in Gröden für lange Gesichter.

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    Tobias Stechert beendete die Abfahrt in Gröden auf Rang 29.
    Foto: Claudio Onorati - DPA

    «Ich habe mir für die Abfahrt meine größten Chancen ausgerechnet. Das ist schon bitter», sagte Tobias Stechert. Wie tags zuvor sammelte er auf dem geteilten 29. Platz als einziger Athlet des Deutschen Skiverbands Weltcup-Punkte. Um die Qualifikation für die in sieben Wochen beginnenden Olympischen Winterspiele müsse man sich bei ihm zwar keine Sorgen machen, «es gibt ja noch genug Chancen. Trotzdem muss man schon mal überlegen.»

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    Der Kanadier Erik Guay holt sich bei der Weltcup-Anfahrt in Gröden den Sieg.
    Foto: Claudio Onorati - DPA

    Als «nicht ausreichend, eigentlich mangelhaft» bezeichnete Alpindirektor Wolfgang Maier das Mannschaftsergebnis. Stephan Keppler wurde 34., Josef Ferstl 46., Klaus Brandner 50., Andreas Sander 57. und Andreas Strodl 60. «Wir fahren mit zu wenig Risikobereitschaft», sagte Maier. «Das ist schon eine ernüchternde Erkenntnis.»

    Nach den Auftritten in Nordamerika, als Stechert im ersten Rennen nach seiner Verletzungspause auf Rang elf fuhr und auf Anhieb die halbe Qualifikationsnorm für Sotschi erfüllte, habe man sich für Gröden auf einem guten Weg gesehen - und sich auch einiges vorgenommen. «Das Ziel haben wir deutlich verfehlt», erklärte Maier.

    Während die Trainer neben der fehlenden Risikobereitschaft auch technische Schwächen im Mittelteil der Saslong erkannt hatten, waren die Fahrer «ratlos», wie Ferstl sagte. «Ich habe mich so reingehauen, gebuckelt, gearbeitet und probiert, klein zu bleiben, aber es hat anscheinend nichts genutzt», berichtete er. «Ich habe ein gutes Gefühl gehabt. Das ist das Schlimmste, wenn man keine Fehler macht und nichts. Heute bin ich wirklich ratlos.»

    Auch Stechert hatte keine Erklärung, nachdem er im Abschlusstraining am Donnerstag noch die siebtbeste Zeit hingelegt hatte. «Eigentlich habe ich mich gut gefühlt. Dass ich soweit hinten bin, das hätte ich echt nicht gedacht», sagte der Oberstdorfer.

    2,51 Sekunden fehlten ihm auf Guay, der die 3446 Meter lange Piste in 1:56,65 Minuten absolvierte. Aber auch Kjetil Jansrud aus Norwegen auf Platz zwei mit einem Rückstand von 0,12 Sekunden und der Franzose Johan Clarey mit 0,24 Sekunden mehr auf der Uhr als Guay hatten das Nachsehen gegen den Abfahrts-Weltmeister von 2011. Im Gegensatz zu den ratlosen DSV-Fahrern wusste der, wie er sich die Siegerehrung erarbeitet hatte. «Mit meiner Sprungposition hole ich viel Zeit heraus. Und meine Linie auf der Ciaslat war einfach ideal», sagte er.

    Guays Nachfolger als Abfahrts-Weltmeister, der Norweger Aksel Lund Svindal, musste sich nach seinem Sieg im Super-G am Freitag mit Rang vier zufriedengeben. Der Amerikaner Bode Miller, beobachtet von Ehefrau Morgan Beck samt Kind, kam in Südtirol zu einem respektablen fünften Platz mit nur 0,15 Sekunden Rückstand auf das Podest.

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