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Dortmund

Erfolgreiche Arbeit: Roßkopf soll TT-Coach bleiben

dpa

Jörg Roßkopf soll seine erfolgreiche Arbeit als Herren-Bundestrainer auch nach den Olympischen Spielen in London fortsetzen. Das kündigte Dirk Schimmelpfennig, Sportdirektor des Deutschen Tischtennis-Bundes (DTTB), zum Abschluss der WM in Dortmund an.

Angefeuert
Bundestrainer Jörg Roßkopf soll die Tischtennis-Männer zu weiteren Erfolgen führen.
Foto: Friso Gentsch – DPA

«Wir wollen mit ihm verlängern», sagte Schimmelpfennig in einem Interview der Nachrichtenagentur dpa. «Jörg ist der richtige Mann und die Aufgabe ist das Richtige für Jörg.» Der frühere Doppel-Weltmeister coacht seit 2010 das Team um Top-Star Timo Boll, sein Vertrag endet im August.

Sollte Roßkopf dem Wunsch des Verbandes entsprechen, steht ihm bis Olympia 2016 das Dortmunder Erfolgsteam zur Verfügung. «Wir planen mit dieser Generation bis Rio», erklärte der Sportdirektor. Das Quintett Timo Boll, Dimitrij Ovtcharov, Bastian Steger, Patrick Baum und Christian Süß hat mit wenigen Variationen seit 2007 fünf EM-Titel in Folge geholt, beim ersten war der inzwischen 42 Jahre alte Roßkopf als Spieler selbst dabei. Vor der WM hatte der Bundestrainer von seinen Spielern eine noch härtere Trainingsarbeit gefordert.

Ein Hindernis dafür sind laut Schimmelpfennig die Strukturen im deutschen Tischtennis. Die Nationalspieler müssen auch für ihre Bundesligaclubs viele Einsätze bestreiten. «Wir brauchen die Bundesliga für unser System. Da haben wir es schwerer als die Chinesen», argumentierte der Sportdirektor. Er bewertete das Abschneiden in Dortmund dennoch als Erfolg für die DTTB-Strukturen. Die Konzentration auf das Trainingszentrum in Düsseldorf habe sich ausgezahlt. «Tischtennis hat sich im Olympia-Zyklus als feste Größe im deutschen Sport erwiesen.»

Shooting-Star Ovtcharov, der eine Klasse-WM spielte, hatte sich vor drei Jahren aus der Bundesliga abgesetzt. Beim russischen Club Orenburg verdient er gutes Geld und hat mehr Zeit zum Training. Der ehrgeizige «Dima» pendelt zwischen seinem Heimatort Tündern bei Hameln, Orenburg, Düsseldorf und Frankfurt, wo er öfters mit Boll trainiert. «Unsere Lehrgänge waren kurz und knackig», lobte Ovtcharov die WM-Vorbereitung in Düsseldorf.

Dort, wo inzwischen alle DTTB-Asse eine Wohnung oder ein Zimmer haben, hätte Roßkopf seine Spieler lieber länger zur Verfügung gehabt. Vor den Olympischen Spielen wird ihm dieser Wunsch erfüllt. Bereits am 8. Juni beginnt mit einem Lehrgang in Hinterzarten der Countdown für London. Dann steht das nächste Kräftemessen mit China auf dem Programm.

Der WM-Dritte Boll, der unbedingt auch eine Einzelmedaille gewinnen möchte, wird international bis dahin kürzertreten. «Wir dosieren die Termine, wollen aber unsere gute Position in der Setzliste für London verteidigen», sagte Schimmelpfennig.

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