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Budapest

EM-Silber für Lippok, Samulski und Freistilstaffel

dpa

Silke Lippoks Mut wurde belohnt: Die 16-Jährige aus Pforzheim hat bei der Schwimm-EM in Budapest über 200 Meter Freistil überraschend die Silbermedaille gewonnen. Auch Daniela Samulski über 50 Meter Rücken und die deutsche Männer-Staffel über 4 x 200-Meter-Freistil wurden Zweite.

Überraschung
Nach dem Anschlag erblickt Silke Lippok freudestrahlend ihre Platzierung auf der Anzeige.

Mit Welt- und Europameister Paul Biedermann am Start, der sich in 1:45,47 Minuten die Weltjahresbestzeit von US-Superstar Michael Phelps zurückholte, Tim Wallburger, Robin Backhaus (beide Berlin) und Clemens Rapp (Bad Saulgau) schlugen die DSV-Männer nach 7:08,13 Minuten an. Russland gewann in 7:06,71 Minuten. Bronze holte Frankreich.

Fassungslos
Silke Lippok registriert ihren Medaillen-Coup.

Die deutsche Meisterin Lippok aus Pforzheim schlug nach 1:56,98 Minuten an und musste sich nur der Titelverteidigerin und Weltmeisterin Federica Pellegrini (Italien) geschlagen geben (1:55,45). «Das war megageil. Die letzten zehn Meter war nur noch Sterben», sagte die Schülerin. Sie war als Halbfinal-Siebte mutig auf der Außenbahn vorneweg geschwommen und hatte bis zur letzten Wende geführt.

Strahlend
Silke Lippok (r) gewann Silber hinter Pellegrini (M) und der drittplatzierten Mutina.

Dann aber konterte Italiens Schwimm-Diva Pellegrini und fing Lippok, die ihre Bestzeit deutlich steigerte, noch ab. «Ich bin fast zwei Sekunden schneller angegangen. Zum Glück hab ich es durchgehalten», sagte Lippok, die Gold mit der 4 x 100 Meter-Freistilstaffel gewonnen hatte. «Ohne Silke wäre ich diese Zeit nicht geschwommen, sie kann eine meiner größten Konkurrentinnen werden», lobte Pellegrini.

Glücklich
Daniela Samulski trauert der Goldmedaille nicht hinterher.

Daniela Samulski war nach 27,99 Sekunden über 50 Meter Rücken zufrieden. «Ich trauere nicht wie letztes Jahr bei der WM Gold hinterher», sagte die Vize-Weltmeisterin aus Essen. Europarekordhalterin Samulski lag nur hinter der Weißrussin Alexandra Herasimenja (27,64). Wegen eines gebrochenen Fußes hatte Samulski drei Monate pausieren müssen.

Freistil-Truppe
Rapp, Wallburger, Biedermann und Backhaus (v.l.) freuen sich nach dem Finale.

Yannick Lebherz (Darmstadt) kam über 200 Meter Rücken in 1:58,87 Minuten beim Sieg des Russen Stanislaw Donez (Russland/1:57,18) als Siebter ins Ziel. Weitere Titel in Finals ohne Deutsche sicherten sich über 100 Meter Schmetterling der Russe Jewgeni Korotyschkin in 51,73 Sekunden und Fabio Scozzoli (Italien/27,38) über 50 Meter Brust.

Durchgesetzt
Steffen Deibler zog über ein Ausschwimmen in das Finale über 50 Meter Freistil ein.

Die Finals erreichten die Halbfinal-Zweite Dorothea Brandt (Berlin/50 Meter Freistil) und die Magdeburgerin Franziska Hentke über 200 Meter Schmetterling, jeweils mit persönlicher Bestzeit. Weiter kam auch Caroline Ruhnau (Essen/50 Meter Brust). Im Ausschwimmen der beiden Halbfinal-Achten über 50 Meter Freistil setzte sich der Hamburger Steffen Deibler in 21,99 gegen den Ungarn Krisztian Takacs durch.

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