Archivierter Artikel vom 02.12.2011, 13:25 Uhr

EM-Prämie auch für Gruppen-Dritte – DFB-Rekord

Kiew (dpa). Auf den neuen Europameister wartet ein Rekord- Preisgeld, auf vier der frühzeitig Gescheiterten immerhin ein Millionen-Trostpflaster.

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Bundestrainer Joachim Löw kann sich auf saftige Prämien freuen.
Foto: Roland Weihrauch – DPA

Bei der Europameisterschaft 2012 zahlt die Europäische Fußball-Union (UEFA) zum ersten Mal in der Turniergeschichte eine Extraprämie von einer Millionen Euro für die nach der Vorrunde ausgeschiedenen Gruppen-Dritten. Damit sollen jene Teams motiviert werden, «die keine Chance mehr haben, das Viertelfinale zu erreichen», heißt es in einem Schreiben der UEFA.

Auf die Extra-Million wollen Philipp Lahm & Co. gern verzichten. Unabhängig vom Ergebnis der Auslosung der Vorrundengruppen am Freitag im Kunstpalast «Ukraina» in Kiew ist bei Bundestrainer Joachim Löw und seinem Team alles auf das Ziel EM-Titel ausgerichtet. Und dieser würde auch entsprechend honoriert.

Für einen Triumph am 1. Juli 2012 im Endspiel von Kiew würde der Deutsche Fußball-Bund (DFB) die Rekordsumme von 300 000 Euro pro Spieler ausschütten. «Wenn die Mannschaft bei der EM erfolgreich spielt, worauf wir alle hoffen, wollen wir das gerne honorieren», hatte DFB-Präsident Theo Zwanziger nach der Festlegung der Prämie gesagt.

Bei einem Vorrunden-K.o. gingen die 23 Akteure leer aus. Für das Erreichen des Viertelfinales gibt es 50 000 Euro, für das Halbfinale 100 000 Euro und für die Endspielteilnahme wie schon bei der EM 2008 (0:1 gegen Spanien) wieder 150 000 Euro.

Spendabel präsentiert sich auch der europäische Dachverband. Insgesamt schüttet die UEFA für die europäischen Top-Teams bei der EURO vom 8. Juni bis 1. Juli in Polen und der Ukraine ein Preisgeld von 196 Millionen Euro an die 16 Mannschaften aus, zwölf Millionen Euro mehr als 2008 in Österreich und der Schweiz und 73 Millionen Euro mehr als 2004 in Portugal. Der Europameister 2012 kann auf eine Prämie von bis zu 23,5 Millionen Euro kommen.

Für den Finalsieg würden 7,5 Millionen Euro fällig. Dazu kommen das Antrittsgeld von acht Millionen Euro pro Team (2008 waren es noch 7,5 Millionen Euro) sowie je eine Million für Siege in der Vorrunde. Für das Viertelfinale gibt es weitere zwei Millionen Euro, für das Halbfinale dann noch einmal drei Millionen Euro. Der Endspiel-Verlierer darf sich mit bis zu 20,5 Millionen Euro für seinen Turnierauftritt trösten.